Volleyball
Zwei Spiele, zwei Pleiten: Schönenwerd ist gegen Leader Lugano chancenlos

Nach der Niederlage vom Samstag in der Meisterschaft unterliegt der TV Schönenwerd auch im Cup-Achtelfinal vom Sonntag dem letztjährigen Playoff-Finalisten aus dem Tessin ohne Satzgewinn.

Raphael Wermelinger
Drucken
Teilen
Der TVS unterliegt Lugano auch beim dritten Duell der Saison mit 0:3. Foto: BKO

Der TVS unterliegt Lugano auch beim dritten Duell der Saison mit 0:3. Foto: BKO

Die Gäste aus Schönenwerd begannen das zweite Spiel gegen Lugano innert 24 Stunden mit einer nur leicht veränderten Aufstellung. Hofstede ersetzte Bossart in der Startformation. Ähnliches Bild auf der Seite der Luganesi, die im Vergleich zum Meisterschaftsspiel vom Samstag ebenfalls nur einen Wechsel vornahmen: An der Stelle des Letten Sauss schickte der Trainer des Heimteams den Italiener Manassero in die Partie. Wie gewohnt sollte es eine Söldner-Selektion für die Südtessiner richten: Drei Italiener, ein Finne, ein Brasilianer, ein italienisch-argentinischer Doppelbürger und ein Schweizer.

Wie schon am Vortag kam der TVS auch im Cupspiel nur schlecht in die Gänge und Lugano sicherte sich gleich die ersten drei Punkte. Im gleichen Stil ging es weiter, Schönenwerd war aufgrund seiner hohen Fehlerquote vorerst chancenlos. Dank einer Service-Serie des Hünen Bandero vergrösserten die Gastgeber ihren Vorsprung auf 8:2. Immer wieder punkteten die Luganesi bei eigenem Aufschlag, weil Schönenwerd seine Angriffe ins Netz oder ins Aus spedierte und viel zu oft am gegnerischen Block hängen blieb. Mit einem Ass von Passeur Garnica beendete Lugano den ersten Satz nach nur zwanzig Minuten.

Im zweiten Satz sah es dann lange Zeit besser aus für die Niederämter. 5:7 für Schönenwerd, 9:7 für Lugano und dann wieder 9:10 waren die Zwischenstände des anfänglichen Hin und Hers Doch als Captain Hubner an den Service kam, konnte sich Lugano entscheidend absetzen – mit drei überragenden Blocks gegen die TVS-Angreifer: 15:11. Nach knapp vierzig Minuten hiess es nach dem verwerteten Satzball durch Lehtonen bereits 2:0 nach Sätzen.

Hoch anrechnen muss man «Schöni», dass es trotz der 0:3-Pleite am Vortag und dem raschen 0:2-Rückstand nie aufsteckte. Die Gästespieler waren auch die Einzigen, die in der Halle für Stimmung sorgten und sich immer wieder gegenseitig anstachelten. So war der TVS im dritten Durchgang das bessere Team, zum Gewinn des Satzes sollte es dennoch nicht reichen. Ein Grund dafür war, dass sich die Unparteiischen in der wichtigen Schlussphase doch eher als Heimschiedsrichter präsentierten. Als die Anzeigetafel 24:23 für die Südtessiner anzeigte, musste der Schiedsrichter seinen Linienrichter überstimmen, der, wohl schon dem Feierabend entgegen sehnend, den klar im Aus gelandeten Aufschlag von Mariano guthiess. Weil Giger den folgenden Service ebenfalls nicht ins Spielfeld brachte, kam es zum zweiten Matchball. Bandero schmetterte das Spielgerät bei seinem Angriff ins Aus. Doch zum Ärger der Schönenwerder zeigte der Schiedsrichter an, dass einer ihrer Akteure den Ball noch leicht touchiert habe und beendete mit diesem Entscheid die Partie. Lange regten sich die Spieler des TSV jedoch nicht auf, denn der Sieg Luganos war trotz des unrühmlichen Schlusses hochverdient. Damit endete auch das dritte Aufeinandertreffen der beiden Equipen in dieser Saison mit einem 3:0 für Lugano und Schönenwerd muss seine Cup-Träume bereits nach dem ersten Einsatz begraben.

Aktuelle Nachrichten