Inlinehockey
Zwei Spiele – nur ein Happy End

Der HC Laupersdorf erkämpfte sich am Wochenende in der NLA nur drei der sechs zum Ziel gesetzten Punkte. Laupersdorf bändigt Tuggen (9:7), unterliegt aber Linth (3:4).

Andrea Brunner und Katja Brack
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Mit dem Treffer zum 3:2 ging Laupersdorf gegen Tuggen schon zum dritten Mal in Führung.

Mit dem Treffer zum 3:2 ging Laupersdorf gegen Tuggen schon zum dritten Mal in Führung.

BRUNO KISSLING

Die Thaler waren sich bewusst, dass mit Tuggen ein starker Gegner auf sie wartete. Die Schwyzer sind im Kampf um einen Playoffplatz auf jeden Punkt angewiesen. Die Laupersdörfer übten viel Druck aus und zwangen die Gäste dazu, in der Defensive alles zu geben. Die Tuggener nützten praktisch jeden Konter aus.

Insgesamt sechsmal ging der HCL in Führung, den Gästen gelang allerdings immer wieder der Ausgleich. Erst in der vorletzten Minute sorgte Diego Schwarzenbach mit dem letzten Tor zum 9:7 für die Entscheidung. Aufgrund von Abwesenheiten mussten die Laupersdörfer die Blöcke umstellen, der jüngste Spieler Dominik Brack wurde als Stürmer eingesetzt. Der U19-Nationalspieler nutzte eine Chance souverän und erzielte sein erstes Tor in einem Meisterschaftsspiel der Nationalliga A.

Starke Leistung des ganzen Teams

Im Spitzenspiel gegen Linth unterlag der HC Laupersdorf mit 3:4. Auch dieses Jahr bestätigen die St. Galler ihren Ruf als kämpferische Truppe. Doch auch die Laupersdörfer waren von Anfang an bereit und Diego Schwarzenbach traf bereits nach 55 Sekunden zum 1:0. Der Tabellenzweite blieb hartnäckig und erzielte kurz darauf den Ausgleich. Auf beiden Seiten wurden die erkämpften Chancen nicht genutzt. Sandro Rickenbach setzte die Laupersdörfer mit seinem Führungstreffer unter Druck. Einige Sekunden vor der Pause gelang Roger Ackermann das 2:2.

Ein paar Minuten später musste sich Torhüter Bruno Gautschi erneut geschlagen geben. Beide Teams erarbeiteten sich hochkarätige Chancen, die vor allem vom Heimteam nicht verwertet wurden. Dann wurde eine Strafe gegen die Gäste angezeigt. Der Torhüter wurde durch einen fünften Feldspieler ersetzt und Diego Schwarzenbach nutzte die sich bietende Chance und versenkte den Puck zum 3:3. Zwei Minuten später musste Laupersdorf schon wieder in Unterzahl spielen und kassierte ein viertes Tor. Die Laupersdörfer mobilisierten noch einmal all ihre Kräfte. Der Torhüter von Linth wurde belagert und mit Schüssen bombardiert. Die Gegner liessen allerdings keinen weiteren Treffer mehr zu und so lautete das Schlussresultat 4:3 zugunsten von Linth.

Trotz starken Einsätzen und unzähligen Tormöglichkeiten reichte es am Schluss nicht. Roger Ackermann meinte nach dem Spiel: «Die vielen dummen Strafen wurden uns zum Verhängnis. Wir hätten das Spiel für uns entscheiden können.» Die Laupersdörfer liessen die St. Galler auf einen Punkt herankommen und gefährdeten so ihren Rang an der Tabellenspitze, zumal Linth noch eine Partie weniger gespielt hat. «Trotzdem sind wir zuversichtlich, die noch anstehenden Spiele gewinnen zu können», so Ackermann. «Die vergangenen Jahre zeigten, dass der Qualifikationssieg noch nichts zu bedeuten hat. Das Ziel, die Playoffs zu erreichen, ist wichtiger als der Rang, den man in der Vorrunde erreicht.»