EHC Olten
Zwei neue Stürmer für die Powermäuse

Die beiden Stürmer Cyril Oehen (EVZ Academy) und Jerome Portmann (HC Davos/Ticino Rockets) stossen je für zwei Jahre zum EHC Olten. Sie sollen den Powermäusen eine Portion Boshaftigkeit und Gradlinigkeit verpassen.

Marcel Kuchta
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Stürmt neu für den EHC Olten: Jerome Portmann.

Stürmt neu für den EHC Olten: Jerome Portmann.

Freshfocus

Oltens Sportchef Marc Grieder hat für die kommende Saison zwei weitere Spieler unter Vertrag genommen. Mit der Verpflichtung von Cyril Oehen (EVZ Academy) und Jerome Portmann (Davos, zuletzt aber für die Ticino Rockets im Einsatz) wurden dem Kader zwei physische Komponenten hinzugefügt.
Besonders Cyril Oehen weckt beim einen oder anderen EHCO-Fan mit einem guten Gedächtnis eher böse Erinnerungen.

Cyril Oehen

Cyril Oehen

ZVG

Der Check, der Ryan Vesces Karriere beendete

Dazu hilft eine Rückblende in den Oktober 2017. Es war nämlich ausgerechnet Oehen, der mit einem Blindside-Check (einem Check aus dem toten Winkel) den Kopf des damaligen Olten-Söldners Ryan Vesce traf. Vesce hat sich von der dort erlittenen Gehirnerschütterung nie erholt und musste seine Karriere in der Zwischenzeit beenden.

Man kann also sagen: Der neue EHCO-Stürmer ist ein harter Hund, bisweilen sogar ein böser Bube (179 Strafminuten in 112 Swiss-League-Spielen). Aber genau dieses Element hat den Oltnern in den Playoffs so schmerzlich gefehlt: «Er spielt mit Speed, einfach, hat Zug aufs Tor, bringt eine gewisse Unerschrockenheit mit», umschreibt Marc Grieder die Qualitäten des 21-Jährigen, der offenbar nahe dran war, beim EV Zug einen Profivertrag zu ergattern. Oehen ist zudem sehr flexibel einsetzbar, kann sowohl als Center als auch als Flügel auflaufen.

Jerome Portmann

Jerome Portmann

ZVG

Ein klassischer Flügelstürmer ist hingegen Jerome Portmann. Der 23-Jährige durchlief sämtliche Juniorenstufen beim HC Davos und erhielt auch immer wieder Aufgebote für die Junioren-Nationalteams. Zuletzt fand er aber im National-League-Kader des Rekordmeisters keinen Unterschlupf mehr und bestritt die komplette Saison in der Swiss League bei den Ticino Rockets, wo er der zweitbeste Schweizer Skorer war. «Er hat eine gute Grösse, spielt schnörkellos, ist aber trotzdem technisch versiert. Und er weiss aus seiner Zeit in Davos, um was es geht, was er aufs Eis bringen muss», sagt Grieder über die zweite Neuverpflichtung.

Fogstad Vold dürfte bleiben, Eigenmann nicht

Vom bisherigen Kader sind nur noch wenige Personalien offen. Etwa jene von Stürmer Esbjörn Fogstad Vold sowie die von Verteidiger Daniel Eigenmann. Beim Norweger mit Schweizer Lizenz darf man davon ausgehen, dass er dem EHC Olten auch in der kommenden Saison erhalten bleiben wird. Die Zeichen klar auf Abschied stehen dagegen bei Eigenmann, der schon vor geraumer Zeit ein Vertragsangebot der Oltner abgelehnt hat.

Marc Grieder hat nun noch einen weiteren Center mit ausgeprägter Swiss-League-Erfahrung im Visier. Sollte diese Verpflichtung unter Dach und Fach sein, dann ist die vom Spardruck dominierte Planung im Hinblick auf die neue Saison bereits abgeschlossen – mit Ausnahme der B-Lizenzen, wo noch diverse Szenarien denkbar sind.