Das Wiedersehen mit dem langjährigen SVWE-Crack Patrick Mendelin entwickelte sich zum Nervenspiel, das erst mit einem „empty netter“ entschieden wurde. Mendelin selber traf auch zum 2:3 mittels Powerplay.

Ein lange Zeit intensives, aber zähes Spiel bot erst in der Schlussphase noch einen Spektakel-Faktor. Erst in Form von zahlreichen Strafen beidseits und drei gegen drei oder vier gegen vier Situation um die 50. Minute, mitten in der „crunch time“ und dann mit dem game-winning-goal von Claudio Mutter drei Minuten vor Schluss, dem noch das 4:2 und ein „empty netter“ zum 5:2 folgten. So lautete am Ende das Resultat standesgemäss, einmal mehr setzte sich der SVWE gegen HCR in der Schlussphase einer Partie noch durch.

Führung hergeschenkt

Allerdings hätte das Heimteam die Partie viel früher zu seinen Gunsten entscheiden müssen. Von Beginn weg hatten die Gastgeber dern Gegner jederzeit im Griff, kam zwar selber nicht zu überaus vielen Chancen, doch liess seinerseits lange, sehr lange gar nichts zu. Selbst eine doppelte Unterzahl während einer Minute wurde überstanden. Und als dann nach Toren von Lehtinen und Topskorer Känzig nach dem ersten Drittel ein 2:0 von der Resultattafel leuchtete, schien eigentlich schon vieles in die richtigen Bahnen gelenkt. Zumal sich die Partie in ähnlichen Stil weiter entwickelte. Allerdings verschob sich der spielerische Gehalt der Partie noch mehr in Richtung Kampf und Krampf, doch der SVWE war dem 3.0 näher als der HCR dem 2:1.

So schien es zumindest, bis das Heimteam innerhalb von zweieinhalb Minuten den Vorsprung quasi herschenkte. Nun nützte die beste Kontrolle nichts mehr, denn mit einem 2:2 in Schlussdrittel zu starten, darauf war beim Heimteam niemand scharf. In den beiden letzten engen Partien (Chur, Köniz) hatte der SVWE seine zwei Saisonniederlagen eingesteckt und so musste man sich schon etwas Sorgen machen.

Schliesslich waren schon im Heimpsiel gegen Köniz 40 Minuten ohne Torerfolg verstrichen und gleiches Szenario wiederholte sich nun auch gegen den HCR. Und diesmal beklagte man nicht reihenweise Abschlusspech mit Stangentreffern, sondern stand einzig bei einem Abschluss von Moser der Pfosten der Führung im Weg.  Wie so oft entschied dann eine taktische Massnahme ein ausgeglichenes Spiel, als der SVWE  in der Endphase nur noch mit zwei Linien agierte und damit die individuell grössere Qualität im Vergleich zum Gegner doch ausschlaggebend wurde.