Bei grosser Hitze ging die 52. Auflage des Niederbipper Pfingstlauf in Szene. Vermutlich wegen den hochsommerlichen Bedingungen konnten die versierten Organisatoren der Läufergruppe Niederbipp um OK-Präsident Emil Berger mit 435 Laufbegeisterten nicht so viele Teilnehmer wie in anderen Jahren am Start begrüssen.

Der Zuchwiler Christian Mathys visierte im Bipperamt auf der 10,3 km langen Strecke durch Feld und Wald nach 2011 und 2013 seinen dritten Erfolg an. Ein Unternehmen das dem 27- Jährigen, der als überzähliger Mann trotz erfüllter Marathon-EM Limite für Zürich auf die Rolle des Ersatzmanns verzichtet, nicht gelang.

Mathys geht die Luft aus

Kurz nach Rennhälfte konnte Mathys das Tempo des in Dornach wohnhaften und aus Eritrea stammenden Merhawi Asmelash nicht mehr mitgehen. Bis ins Ziel verlor Mathys als Zweitplatzierter schliesslich noch 38 Sekunden auf Asmelash. Nach dem Sieg am Bremgartner Reusslauf, dem Triumph am 5-km-Lauf in Kerzers und dem Gewinn des Eikener 10-Meilen-lauf konnte der schnelle Mann aus Eritrea seinen 4. Saisonsieg in und um Niederbipp feiern. Mit einer starken Schlussphase schnappte der Deitinger Christian Ackeret dem lange Zeit an dritter Stelle gelegenen Nils Makos aus Oberdorf noch den dritten Platz auf dem Podest weg.

Martina Strähl ohne Konkurrenz

Bei den Frauen zeigte die dreifache Berglauf Europameisterin Martina Strähl aus Oekingen trotz der grossen Hitze bei ihrer Niederbipper Pfingstlaufpremiere eine starke Vorstellung. Bei ihrem Start-Ziel-Sieg musste die für den EM Marathon in Zürich Selektionierte nur gerade acht Männern den Vortritt lassen. «Heute ist es mir gut gelaufen, obschon ich mit dem Velo nach Niederbipp gekommen bin, und gestern noch ein Bergtraining absolviert hatte.»

Martina Strähl war von ihrer Spitzenzeit von 36:45 Min. selber am meisten überrascht. «Ich hatte den Streckenrekord von Patricia Morceli nie an gepeilt. Deshalb bin ich selber erstaunt, dass mir am Schluss nur 21 Sekunden gefehlt haben.» Aber auch ihr Coach Fritz Häni war mit der Leistung seiner Spitzenläuferin sehr zufrieden. Mit 4:44 Min. Rückstand auf Martina Strähl wurde die Berner Oberländerin Corinne Zeller Gesamtzweite und die Oberaargauerin Karin Lüthi Dritte.