In Solothurn ist all überall die Fasnacht los. Und ob als es Pflicht wäre trägt auch der TVS just zur närrischen Zeit zum Jubilieren bei. Obwohl es zuletzt nichts zu lachen gab. Dreieinhalb Monate nach dem letzten Sieg gegen Zofingen gewinnt der Tabellenletzte der NLB gegen das um einen Rang besser klassierte GC/Amicitia mit 33:32. «Ein Erfolg, der das Feuer wieder weckt», hofft TVS-Geschäftsführer Stefan Blaser. Trotz des Sieges bleibt die Situation für die Solothurner brenzlig. Der TVS, GC/Amicitia und Stans sind innerhalb von zwei Punkten klassiert und dürften die beiden Absteiger unter sich ausmachen. Zu spielen bleiben noch sieben Partien und der nächste Gegner TVS heisst Stans. Der Erfolg gegen die Zürcher kam also genau zur richtigen Zeit.

Jedes verbleibende Spiel ein Cupspiel

«Für uns ist jedes verbleibende Spiel ein Cupspiel», hält Tom Althaus fest. Der 21-jährige Berner, der die Saison in der NLA beim BSV Bern Muri begann, war mit neun Treffer der TVS-Top-Torschütze. Aufgrund einer Verletzung, sprich zwecks Wiederaufbau, wechselte Althaus auf die Rückrunde hin fix zum TVS,. «Wir wollen unbedingt in der NLB bleiben. Das ist extrem wichtig für die ganze Region», sagt der BWS-Student. Insofern fühle sich der Sieg gegen GC «einfach wundervoll» an. Er selbst habe immer daran geglaubt, dass man die Partie gegen die Zürcher gewinne, hält Althaus fest. Selbst wenn nach den vielen Niederlagen der letzten Zeit hie und da die Angst vor dem Siegen durchaus aufkommen könnte.

Starke Debütanten

Fünfmal wechselt die Führung zwischen Solothurn und GC/Amicitia. Einen entscheidenden Einfluss, dass es für die Gastgeber letztlich zum Sieg reichte, hatten die beiden Debütanten. Sven Schafroth und Goalie Taro Diethelm standen erstmals im Aufgebot des B-Ligisten. Die beiden U19-Elite-Junioren des BSV Bern Muri sind dank einer Talentförderlizenz auch beim TVS spielberechtigt. Diethelm kam beim Stand von 22:22 ins TVS-Tor, und hielt wie ein Weltmeister. Erst killte der «asiatische Hexer», wie man ihn auch nennt, einen Penalty und brillierte anschliessend gleich mehrfach innert weniger Minuten. Solothurn konnte so 23:22 in Führung gehen und gab von da an den Lead nicht mehr ab. Doppeltorschütze Schafroth wirbelte im Angriff und war zeitweise nur regelwidrig zu stoppen.