Entsprechend konzentriert begannen die Zuchwiler, was mit der frühen Führung belohnt wurde.

Doch dann wechselten sich Licht und Schatten bei den Solothurnern munter ab. „Vor allem die Chancenauswertung ist noch immer bedenklich schlecht“, analysierte deshalb am Ende Trainer Max Weibel kritisch. „Wir haben viele talentierte Spieler, die lieber noch einen Pass mehr spielen und in Schönheit sterben, statt den Abschluss zu suchen.“ Und trotzdem ist Weibel optimistisch für die Playoffs: „Wir können noch einen Gang höher schalten, da liegt noch mehr drin.“

Der Auftritt in Aarau war aber höchstens Mittelmass. So richtig Action gabs erstmals Mitte des ersten Drittels, als Zuchwil Regio innert weniger Sekunden gleich drei Strafen kassierte. Doch aus den rund fünf Minuten Powerplay, zwei davon in doppelter Überlegenheit, machten die Aarauer viel zu wenig.  „Wir wissen, dass das Powerplay schlecht ist“, gab am Ende Trainer Daniel Meier offen zu. „Wir besprechen das und trainieren es auch immer wieder, aber das nützt nichts, wenn die Anweisungen dann im Ernstfall nicht eingehalten werden.“

Kurz vor der ersten Pause die umgekehrte Situation, indem Zuchwil während 53 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspielern angreifen durfte. Aber auch dieses Powerplay blieb ohne Folgen. Das Mitteldrittel begann dann gleich wieder mit einer Strafe gegen die Argovia Stars. Spielverzögerung, weil nicht alle rechtzeitig aus der Kabine kamen, entschieden die strengen Schiedsrichter. Im Ärger begingen die Aarauer gleich noch eine Serie dummer Fouls. Diesmal nutzte Zuchwil die doppelte Überzahl souverän für das zweite Tor.

Kurioser Fehler des Goalies

Das 0:3 war dann mehr als nur kurios in seiner Entstehung. Die Aarauer waren in Überzahl und wollten von hinten hinaus aufbauen. Nur stolperte dabei Goalie Gregory Keller irgendwie über den eigenen Stock. Der Puck kullerte vors Tor, wo Matthias Von Dach mutterseelenalleine nur noch einschieben musste. Kurioserweise durfte sich bei diesem Shorthander auch noch Zuchwils Goalie Sandro Zaugg einen Assist notieren lassen.

Aber damit war die Sache noch nicht gegessen, denn die Argovia Stars bäumten sich auf und verkürzten auf 1:3. Die Zuchwiler wurden nervös und spielten fahrig. Und wieder kam es zu einer langen doppelten Überzahl für die Aarauer, und wieder war Zaugg eine unüberwindbare Festung. Der Match wurde richtig spannend. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil die Aargovia Stars alles riskierten und gut kämpften. Dafür wurden sie eine Viertelstunde vor Schluss mit dem 2:3-Anschlusstreffer belohnt. Aber obwohl es vor beiden Toren immer wieder lichterloh brannte, blieb es beim knappen Sieg der Zuchwiler, denn beide Seiten sündigten im Abschluss. „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, resümierte deshalb Zuchwils Präsident Walter Ulrich am Ende kurz und treffend.