Eishockey

Zwei Berner zurück in Langenthal

Gian-Andrea (links) und Flurin Randegger blicken dem Duell mit ihrem Ex-Club Langenthal gespannt entgegen.ryl

Gian-Andrea (links) und Flurin Randegger blicken dem Duell mit ihrem Ex-Club Langenthal gespannt entgegen.ryl

Flurin (27) und Gian-Andrea (29) Randegger spielten in ihren Karrieren bereits beim SC Langenthal. Am Mittwoch stehen sie beim SC Bern unter Vertrag und treffen im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups auf ihren ehemaligen Verein.

«Ich freue mich sehr auf den Schoren», sagt Flurin Randegger. Sein Bruder Gian-Andrea nickt und pflichtet ihm bei: «Wir hatten eine tolle Zeit in Langenthal. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass gleich hinter der Spielerbank einige Fans stehen. Das gibt es sonst nirgendwo.» So oder so seien Cupspiele aber speziell und «cool», wie Flurin Randegger betont.

Starken Bezug zu Langenthal und dem örtlichen NLB-Verein pflegen die beiden nicht mehr. Sie würden die Resultate der Mannschaft im Teletext mitverfolgen. «Seit wir dort gespielt haben, hat sich viel verändert. Ich glaube, wir kennen nur noch den Torhüter Marc Eichmann und den Geschäftsführer Gian Kämpf aus unserer Zeit», sagt Gian-Andrea Randegger, der ein Jahr länger beim SCL blieb als sein Bruder.

Dennoch denken die beiden gerne an ihre gelb-blaue Schaffenszeit zurück. Flurin Randegger beispielsweise war in jener Saison vor sieben Jahren der beste Torschütze des Teams und spielte in der ersten Linie als Flügelstürmer. Gian-Andrea Randegger bestritt mit dem SCL beide Playoff-Serien. «Gegen Olten habe ich damals sechs Punkte in vier Spielen gesammelt. Und gegen La Chaux-de-Fonds kam es zu einer Prügelei», so der ältere der beiden Brüder.

Viel Zeit ist auch seit den letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine vergangen. Diese fanden in den Achtzigerjahren statt und begeisterten damals in der NLB die Massen. Noch heute schwärmen eingefleischte Langenthal-Fans von den Duellen mit dem grossen Kantonsrivalen vor teilweise fast 5000 Zuschauern im Schorenstadion. Dabei war der Underdog in 14 Duellen gleich fünf Mal siegreich.

Ein 5:2 oder ein 3:1?

Die Differenz zwischen den beiden Mannschaften habe sich seither stark vergrössert. Mit dem SC Bern erwartet den kleinen SC Langenthal heute nicht nur einer der grössten Vereine der Hockeyschweiz, sondern auch der aktuelle Cupsieger. «Die Cupspiele waren schon im letzten Jahr interessant», sind sich die Randeggers einig. «Den Fans scheint es zu gefallen. Da macht es auch Spass, gegen unterklassige Gegner zu spielen», sagt Flurin Randegger, der heute als Verteidiger eingesetzt wird.

So werde das auch gegen den ehemaligen Arbeitgeber SC Langenthal sein, hängt Gian-Andrea Randegger an. «Wir sind gewappnet. Gerade gegen Langenthal. Sie haben gefährliche Ausländer und starke Schweizer, deshalb wird das spannend.» Anbrennen lassen wollen die beiden nichts. Man müsse gleich spielen wie gegen Davos oder Lugano, sagt Flurin Randegger. Er tippt offensiv auf einen deutlichen Sieg: «Wir gewinnen 5:2.» Gian-Andrea Randegger runzelt die Stirn und meint: «Ich glaube, es wird nur ein 3:1-Sieg.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1