Eishockey
Zwei «alte Lieder» müssen jetzt sehr schnell verstummen

Am Dienstagabend (20 Uhr) trifft der EHC Olten auf den Tabellennachbarn aus der Ostschweiz, den HC Thurgau. Ein Sieg für die Einheimischen ist wichtig.

Yann Schlegel
Merken
Drucken
Teilen
Coach Christian Weber gastiert mit Thurgau im Kleinholz.

Coach Christian Weber gastiert mit Thurgau im Kleinholz.

Marcel Bieri

Obwohl sich das Mannschaftsgefüge wesentlich verändert hat, sind es zwei altbekannte, leidige Lieder, zu denen der EHC Olten anstimmt: Zum einen haderten die Dreitannenstädter bislang mit der Chancenauswertung, zum anderen gingen die Partien gegen vermeintliche Aussenseiter, wie Martigny und die GCK Lions, verloren.

Darum wurden in vier Spielen bis dato erst vier Pünktchen eingefahren.

Durchschnittlich zwei Treffer

Die Oltner haben in den bisherigen vier Begegnungen durchschnittlich bloss zwei Treffer erzielt und sind darum «nur» auf dem siebten Rang klassiert. Derweil sich der Pessimist die Haare rauft, sich mit negativer Kritik in Stellung bringt und sich im Extremfall «grausame» Szenarien ausmalt, schwelgt der Optimist in der Erinnerung an den goldenen Oktober 2012 als Olten mit einer vereinsinternen Rekordsiegesserie aufwartete und sagt sich: «Lieber einen verpatzten Saisonstart und dafür einen umso erfolgreicheren Abschluss».

Für den EHC Olten jedoch gilt es mit den Füssen auf dem Boden der Realität zu bleiben, und heute gegen den HC Thurgau seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit drei Punkten können sich Scott Beatties Mannen bereits wieder in eine wesentlich gemütlichere Position manövrieren.

Schwer einzuschätzen

Die Ostschweizer reisen mit einer Mischung aus routinierten NLA-Senioren, namentlich Benjamin Winkler und Thomas Nüssli, und jungen hungrigen Spielern ins Kleinholz. Ein altbekanntes Gesicht in Olten ist Patrick Bloch, der nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr wieder aufs Eis zurückgekehrt ist.

Dass die Thurgauer stärker als noch im vergangenen Winter einzuschätzen sind bewiesen sie mit den bisherigen Resultate, die in einem Vollerfolg gegen den EHC Basel gipfelten.

Diese Steigerung dürfte damit zusammenhängen, dass der HC Thurgau mit Christian Weber - als Spieler zweifacher Schweizermeister mit den ZSC Lions – seit langer Zeit wieder einen Trainer mit Profil an der Bande weiss. Einen, dem allerdings der Durchbruch als NLA-Headcoach nie so richtig gelingen wollte.