Eishockey
Zuchwils guter Abschluss der fast perfekten Vorrunde

Zuchwil Regio schliesst die Vorrunde mit einem 6:4-Sieg gegen Basel ab und führt die Tabelle der 1. Liga mit sechs Punkten Vorsprung an. In elf Spielen holte man beachtliche 30 Punkte.

Stefan Siegrist
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Zuchwil Regio gewinnt 6:4 gegen Basel
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Zuchwil's Christian Reber jubelt.
Zuchwil's Fabian Born im Kampf um den Puck gegen Basel's Goalie Hohlbaum Benjamin (rechts).
Zuchwil's Oliver Beccarelli (rechts) im Kampf um den Puck gegen Basel's Kari Rieder.
 Zuchwil's Tobias Lueti, Marco Mueller, Christan Reber (von links) jubeln während dem Meisterschaftsspiel der 1. Liga zwischen dem EHC Zuchwil und dem EHC Basel Kleinhüningen

Zuchwil Regio gewinnt 6:4 gegen Basel

Marcel Bieri

Die Vorrunde der Qualifikation ist vorüber, der EHC Zuchwil Regio ist souveräner Leader. Bisher wurden die Solothurner ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit 30 Zählern aus elf Matches hat das Team von Trainer Stefan Gerber nur drei Punkte liegen gelassen. Es ist an der Zeit ein erstes Resümee zu ziehen. Dies macht Roman Wüthrich: «Was uns auszeichnet ist, dass wir auch mit viel Geknorze am Schluss gewinnen. Die Gruppe ist enger geworden und wir sind die Gejagten. Es ist nicht immer einfach, auch aufgrund der zahlreichen Umstellungen. Danach brauchen wir auch immer Zeit uns zu finden.»

Der starke Saisonstart ist auch der geschickten Transferpolitik im Sommer zu verdanken. Die Crew um Präsident Walter Ulrich hat vieles richtig gemacht, musste mit Frutig (Lyss) nur einen Topspieler abgeben. Auf der Seite der Neuzuzüge konnten sich vor allem die Verteidiger Blumenthal, Aeschlimann und Dominic Lüthi in Szene setzen. Letzterer bewies seine Klasse in den Partien gegen die Topteams nicht zuletzt auch mit wichtigen Toren. Vorne hat sich Marco Schlup zu einem wichtigen Skorer gemausert. Der Arosa-Zugang wird von Trainer Gerber auch in den Spezialsituationen gepusht. Noch nicht richtig auf Touren kam Fabian Christen, der aus Aarau zu Zuchwil stiess. Der jüngste Akteur im Kader hat aber in den wenigen Spielminuten stets gute Ansätze gezeigt und wird in der laufenden Meisterschaft mit Bestimmtheit noch seine Chance erhalten. Speziell hervorzuheben ist jedoch Simon Pfister. Der neue starke Mann zwischen den Pfosten Zuchwils darf als Hexer bezeichnet werden. Es scheint schon jetzt, dass Pfister genau das Puzzle-Teil sein könnte, welches für den Amateur-Schweizermeister-Titel im vergangenen Jahr fehlte. Seit dem Abgang von Lorenzo Croce hatte Zuchwil Regio keinen derart starken Goalie mehr.

Bei Zuchwil gab es Erfreuliches von der Verletztenliste zu berichten. Müller, Born und Prinz kehrten aufs Eis zurück. Dies änderte nichts daran, dass der Leader viel arbeiten musste. Während 60 Minuten führte Zuchwil die feinere Klinge, aber Basel wehrte sich. Die Entscheidung fiel erst in den Schlussminuten. Mit Beccarelli, Prinz und Stalder sorgten die Routiniers für den 9. Vollerfolg in der Qualifikation. Dazu konnte sich der junge Christen erstmals in Zuchwils Trefferliste einreihen. Roman Wüthrich meinte nach der Partie: «Wir sind gut gestartet und konnten das Zepter übernehmen. Aber Basel hat ein paar starke Akteure. Wir hatten eine schlechte Chancenauswertung, ganz anders der Gegner, welcher im Mittelabschnitt aus sechs Schüssen gleich drei Tore markierte.»

Am Mittwoch beginnt sogleich die Rückrunde gegen Schlusslicht Belp. «Wir wollen die Quali gewinnen und sind noch längst nicht gesättigt. Dazu werden an Weihnachten die Punkte halbiert, somit wollen wir die grösstmögliche Distanz schaffen», schliesst Wüthrich ab.