Eishockey
Zuchwiler nach Torfestival fast im Halbfinal

Die Solothurner entschieden das zweite Match gegen Unterseen-Interlaken im Viertelfinal der 1. Liga mit 8:6 für sich. Der Halbfinal rückt für Zuchwil damit in die Nähe.

Stefan Siegrist
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Zuchwiler bejubeln den Sieg im Viertelfinal.

Zuchwiler bejubeln den Sieg im Viertelfinal.

AZ

Nach dem 2:5 im ersten Aufeinandertreffen in Zuchwil gaben die Unterseer bekannt, dass der Vertrag mit Trainer Peter Kämpfer nicht verlängert wird. Das schien sich positiv auf das Team auszuwirken. Die Gastgeber starteten auffällig aufsässig in die Partie. Doch die Solothurner reagierten und gingen durch Captain Pistolato in der 4. Minute in Führung. Danach folgten spektakuläre Minuten bis zur ersten Pause. Zuchwil legte jeweils vor, die Gastgeber konterten kaltblütig und blieben dran. Nach 20 Minuten stand es 3:3.

Der zweite Abschnitt gehörte ausschliesslich den Gästen. In dieser Phase der Begegnung wurde ersichtlich, dass die Zuchwiler die feinere Klinge führen und auch taktisch von ihrem Trainer Stefan Gerber in diesem Jahr viel gelernt haben. Zwischen der 25. und 33. Minute gelangen ihnen drei Treffer, womit sie auf 3:6 davonzogen. Marco Müller, Fabian Steiner und Stefan Wüthrich liessen die Laterne erleuchten. Es wusste sehr gut zu gefallen, was die Gerber-Boys zelebrierten, der Vorsprung hätte höher ausfallen können - wenn nicht sogar müssen. Doch kurz vor der zweiten Drittelspause passierte Kühni ein Missgeschick. Als er den Puck aus der Gefahrenzone wegschiessen wollte, bezwang er seinen Torhüter Ackermann zum 4:6. Dieses Malheur brachte die Spannung nochmals zurück.

Packende Schlussphase

Das dritte Drittel verlief zunächst ohne grössere Höhepunkte. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Unterseen glich bis zur 58. Minute zum 6;6 aus. Zuchwils Reaktion verdeutlichte die grosse Reife im Team: Nur 20 Sekunden nach dem Ausgleich bediente Pistolato Von Dach, der zum 6:7 traf. Reber machte mit dem 6:8 ins leere Tor alles klar.
Bereits am kommenden Samstag können die Solothurner vor heimischer Kulisse Unterseen-Interlaken in die Ferien schicken. Zudem würde sie sich selbst eine Woche Pause verschaffen, was angesichts der dünnen Personaldecke in der Verteidigung für die kommenden Aufgaben ein erheblicher Vorteil darstellen könnte.