«Natürlich wollen wir das letzte Spiel vor der Festtagspause gewinnen und ein gutes Gefühl mitnehmen», blickt Max Weibel dem Match gegen die Argovia Stars (20. Dezember, 18.45 Uhr) entgegen. Nach besagter Begegnung werden die Zuchwiler, die als Teilnehmer der oberen Masterround feststehen, noch einmal trainieren, ehe dann zehn Tage Erholung vom Trainings- und Matchalltag angesagt ist. Bis es so weit ist mit Beinehochlagern, müssen die Mitfavoriten auf den Gruppensieg noch einmal ran – und zwar im eigenen Stadion.

Just da also, wo man zuletzt alternierend getoppt und gefloppt hat. Die Wurzel der Huis und Pfuis liegt im Start. Entweder geht Zuchu ab wie ein Geschoss und gewinnt meist auch den Match, oder dann legt man träge ab wie ein Ozeanriese und geht später unter. In vier der letzten sechs Heimspiele fiel der erste Treffer für die Gastgeber jeweils erst im dritten Drittel.

Gegen Brandis in der 46. Minute (Schlussresultat 3:2 n. V.), gegen Lyss in der 52. Minute (3:5), gegen Thun in der 47. Minute (2:4) und gegen Basel in der 42. Minute (1:5). Und dies, obwohl man immer ausreichend Chancen besass, früh in Führung zu gehen. Auf der anderen Seite knallten die Zuchwiler gegen Wiki den Puck bereits nach 27 Sekunden in die Maschen (4:1) und gegen Burgdorf (8:1) nach 47 Sekunden.

Das 1:0 ist entscheidend

«Woher das rührt, dass wir zu Hause dem ersten Treffer oft so lange hinterherlaufen, kann ich mir nicht wirklich erklärten», sagt Weibel. Denn: «An den Chancen fehlt es ja nicht.» Möglicherweise wollten es seine Spieler zu elegant machen. «Wir haben viele technisch starke Leute, die ihre Fähigkeiten auch beweisen wollen.» Freilich, mahnt Weibel, sei das «eine Zuchwiler Krankheit».

Und zwar nicht erst seit gestern: «Man probiert zu oft den Puck ins Tor zu zaubern, statt einmal draufzuhauen und energisch nachzusetzen.» Ob dies allerdings alle Spieler so sähen wie er, daran zweifelt Weibel. Auf jeden Fall hofft der Coach, dass das letzte Spiel vor Weihnachten gegen Argovia zu jenen zählen wird, die mit einem blitzschnellen Führungstor beginnen. «Ja, das wäre sehr wünschenswert. Auf Extraportionen Spannung kann ich verzichten», so Weibel.

Tja, einmal in Führung liegend, haben die Solothurner bislang 12 von 13 Spielen gewonnen. Nur Basel ist es bisher gelungen, den Führungstreffer des zweifachen Amateur-Schweizer-Meisters noch in einen 5:4-Sieg zu verwandeln. Damit ist klar, was Argovia zu tun hat, um heute zu punkten.