Hornussen
Zuchwiler erringen einen Sieg am Geburtstag des Spielführers

Zuchwil konnte das spannendes Solothurner Duell in Gerlafingen für sich entscheiden. Für dem Zuchwiler Spielführer war dies Grund zur doppelten Freude, er hatte an dem Tag Geburtstag. Trotz des Sieges waren die Zuchwiler aber nicht restlos zufrieden.

Armin Leuenberger
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Keine Geschenke gemacht: Die Gerlafinger um Roger Gfeller boten den Zuchwilern lange Paroli. Marcel Bieri

Keine Geschenke gemacht: Die Gerlafinger um Roger Gfeller boten den Zuchwilern lange Paroli. Marcel Bieri

Marcel Bieri

Bereits in der zweiten Runde kam es im Hornussen zum ersten Solothurner Duell zwischen Gerlafingen-Zielebach A und Zuchwil. Nach der deutlichen Punkteniederlage im Heimspiel vor Wochenfrist gegen Meisterschaftsfavorit Bern-Beundenfeld, hat sich Zuchwil am Samstag auswärts gegen Gerlafingen-Zielebach aufgefangen und die spannende, bis zum letzten Streich hart umkämpfte Partie letztlich knapp gewonnen. Trotz des Sieges konnte die Schlagleistung seines Teams Spielführer Urs Bichsel nicht restlos zufriedenstellen.

Zu viele Fehlstreiche

Wie schon in der ersten Runde, als er mit 90 Schlagpunkten die Einzelwertung gewonnen hatte, war auch in Gerlafingen Daniel Freudiger mit 86 Punkten der beste Zuchwiler Einzelschläger.

Die gebotene Schlagleistung der Zuchwiler konnte Spielführer Urs Bichsel trotz des knappen Punktesieges der Mannschaft am Schluss nicht befriedigen. «Es dürfte sehr lange her sein, dass wir in einem einzigen Spiel gleich drei Nuller und eine Eins schreiben mussten», sagte der Servicetechniker. «Dafür haben mir meine Leute mit dem Punktesieg und fehlerfreiem Abtun das schönste Geburtstagsgeschenk gemacht». Bichsel feierte am Sonntag seinen 30. Geburtstag.

Verjüngte Zuchwiler

Die Zuchwiler haben sich auf diese Saison wesentlich verjüngt. Trotz eines Trainingswochenendes im Tessin braucht es aber noch einige Zeit bis das Team auf sämtlichen Positionen optimal zusammenpasst.

Neu zur A-Mannschaft stiessen Roland Rohrer, Recherswil, Urs Siegenthaler, Heimiswil-Bern, Beat und Jürg Aeschbach, Balzenwil, und Marc Liechti, Gossau. Als erklärtes Saisonziel nennt Spielführer Bichsel ein Platz unter den besten vier Mannschaften in der NLA.

Die verflixte Startrunde

Gerlafingen-Zielebach blieb auch in der 4. Saison seit der Fusion einer schlechten Tradition treu. Bereits zum 4. Mal hat die Mannschaft nun bereits in der ersten Runde der Meisterschaft einen Streich im Ries nicht abtun können und so eine Nummer kassiert.

Das war auch vor Wochenfrist gegen Lyss nicht anders. Am Samstag begann man gegen Zuchwil gut und lag nach dem ersten Durchgang dank günstigen Bedingungen nur 49 Punkte hinter Zuchwil.

Im 2. Umgang profitierte Gerlafingen-Zielebach dann von Fehlstreichen des Gegners und kam schliesslich noch bis auf knappe 13 Punkte an den mehrfachen Eidgenössischen Festsieger heran.

Marco Beer, seit zwei Jahren Spielführer bei Gerlafingen-Zielebach, umschreibt das Ziel seiner Mannschaft wie folgt: «In zehn Spielen keine Nummer kassieren und keinen Streich unter der Zehn, dann sind wir bei den Leuten».

Man konnte die Saison ohne Verletzungen vorbereiten, und sich in einem Trainingslager im Sportzentrum Sumiswald gut vorbereiten Zuzüge gibt es lediglich einen. Philipp Allemann steigt von der B-Mannschaft ins Fanionteam auf, Stefan Burkhalter wechselt ins C-Team. Als Saisonziel will Marco Beer mit seiner Mannschaft am Verbandsfest und am Interkantonalen in Hettiswil ein Horn gewinnen.