Eishockey
Zuchwil zeigte seine gewohnten zwei Gesichter

Der EHC Zuchwil Regio gewinnt gegen Wiki-Münsingen diskussionslos mit 4:1. Zwar dominierten die Hausherren das Spiel, doch zeigten sich die Solothurner auch in dieser Partie von ihren zwei Seiten.

Cedric Heer
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Die Zuchwiler setzten sich nach einer einigermassen souveränen Vorstellung gegen Münsingen durch.

Die Zuchwiler setzten sich nach einer einigermassen souveränen Vorstellung gegen Münsingen durch.

Hans Peter Schläfli

Ein Spiel gewinnt man in der Offensive und eine Meisterschaft in der Defensive, so eine alte Weisheit. Insofern durfte man dem EHC Zuchwil Regio nach dem gestrigen Heimspiel gegen den Rivalen Wiki-Münsingen nicht nur zum Sieg gratulieren, sondern auch dazu, dass man den Gast mit nunmehr elf Punkten Vorsprung erfolgreich auf Distanz hält und in Schlagdistanz mit der Tabellenspitze bleibt. Vier Tore, dazu nur einen Gegentreffer erhalten – rein resultatmässig ein gelungener Abend. Doch Zuchwil spielte erneut mit zwei Gesichtern.

Blitzstart

Das Heimteam startete gewohnt mit einem Feuerwerk. Bereits nach 27 Sekunden musste Wiki-Goali Wegmüller ein erstes Mal hinter sich greifen. Reber schloss einen Gegenstoss kaltschnäuzig ab, während Münsingen gedanklich noch in der Kabine schien. Auch in der Folge war der Gast überfordert ob des hohen Tempos der Platzherren, welche sich immer wieder mit schnellen Gegenstössen und gekonntem Zusammenspiel in gefährliche Abschlusspositionen bringen konnte.

Auffällig war, dass Zuchwil dann am gefährlichsten wurde, wenn man aufgrund einer Unterzahlsituation besonderen Effort leisten musste. Lüthi mit einem herrlichen Handgelenkschuss und Müller nach einem katastrophalen Münsinger Puckverlust sorgten für die Zuchwil-Tore zwei und vier und für die Entscheidung der Partie im Mitteldrittel.

Weitere Treffer blieben den Zuchwilern im Abschlussdrittel verwehrt. Nicht, weil Münsingen seine technischen Mängel ablegen konnte, sondern weil sich bei den Wasserämtern vermehrt Unkonzentriertheiten und Abstimmungsfehler einschlichen. Ein altbekanntes Problem und ein weiteres Gesicht, welches in jedem Spiel seinen Dienst verrichtet.

Zu mehr als dem verdienten Ehrentreffer reichte es auch den Gästen nicht. Zuchwil-Goalie Zaugg hielt seine Vorderleute mehrfach im Spiel und zeigte erneut eine starke Partie.