Eishockey

Zuchwil zeigt beim knappen 4:3-Sieg gegen Wiki zwei Gesichter

Zuchwils Torhüter Simon Pfister war im Schlussdrittel öfter im Zentrum des Geschehens als erwünscht.

Zuchwils Torhüter Simon Pfister war im Schlussdrittel öfter im Zentrum des Geschehens als erwünscht.

Eine halbe Stunde top, danach mehr schlecht als recht. Erstligist Zuchwil Regio präsentierte sich gestern Abend auswärts von zwei Seiten. Da das bessere Gesicht genügend Vorsprung erspielte, reichte es zum knappen 4:3-Erfolg bei Wiki in Münsingen.

Die Hälfte der regulären Matchzeit war um und der EHC Zuchwil Regio führte mit 4:1. Die Solothurner, gegenüber der Auftaktpartie vom Samstag in Aarau deutlich präsenter, dominierten das Geschehen nach Belieben. Zu Beginn liess Coach Gerber seine Farben mit drei kompletten Blöcken Fahrt aufnehmen, um später mit vier Sturmlinien zu powern.

Perfekte Strategie

Der Gameplan schien aufzugehen, Wiki hatte bisher wenig entgegenzusetzen. Die Berner Oberländer, bereits zum Auftakt von Lyss in die Knie gezwungen, wirkten behäbig und hatten ausser ihrem Bärenwillen und viel Härte nicht allzu viel zu bieten. Auch eine fünfminütige Unterzahl, welche Müller durch einen Stochstich auslöste, vermochte Wiki-Münsingen nicht zu einer Verkürzung des Rückstandes zu nutzen. Marco Müller, wie immer in Münsingen das Ziel sämtlicher Wiki-Provokationen, verlor in der Ecke kurz die Nerven und liess sich zu einer unschönen Szene hinreissen. Ihm gleich tat diese wenige Minuten später auch Wikis Hofstetter. Nach einem üblen Check gegen den Kopf von Brönnimann musste auch er unter die Dusche.

Spannung bis zum Schluss

Die Gäste gingen somit mit einer Drei-Tore-Führung in den dritten Abschnitt. Dazu gab es noch vier Extraminuten im Powerplay. Da durfte eigentlich nichts mehr schief gehen. Allerdings liess die Gerber-Truppe die Strafe ebenfalls ohne Treffer vergehen. Und kurz nachdem Wiki wieder komplett war, traf Thomas Studer zum 2:4. Nun war auch das Pfister-Soll, meistens ist auch der Hexer zwei Mal pro Match machtlos, ausgereizt. Die Gastgeber forcierten weiter und agierten fortan nur noch mit zwei Linien. Zuchwil war jetzt unter Druck und konzentrierte sich nur noch auf die Konter. Tatsächlich wurde es nochmals brandheiss, denn Kiener verkürzte von der blauen Linie mit einem Strich in der 59.Minute auf 3:4.

Beinahe um den Lohn gebracht

Fortan agierte Wiki stets mit sechs Mann, Geissbühler war längst aus seinem Tor gefahren. Aber es blieb beim knappen Sieg Zuchwils. Mit dem abnehmenden Engagement und der teils mangelnden Disziplin hätte sich der Leader beinahe selbst um eine phasenweise starke Leistung gebracht.Für Zuchwil geht es am Samstag mit dem Spitzenkampf gegen Burgdorf weiter, welches seinerseits sicher mit 7:2 gegen Aarau gewann. Die Emmentaler haben sich gewaltig gesteigert und könnten sich mit einem Erfolg im Kampf um den Thron zurückmelden. Zuchwil ist gewarnt.

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