1. Liga Eishockey
Zuchwil vor den Playoffs: Auch in der Masterround geben alle Vollgas

Zuchwil Regio startet morgen gegen Brandis in die Gnadenfrist vor den Playoffs. Weil beide Teams bereits für die Playoffs qualifiziert sind bleibt Zeit, um Trainingsthemen praktisch zu testen. Dennoch: Spiele gegen Brandis waren stets hart umkämpft.

Irene Müller
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Kein Millimeter wird geschenkt: Zuchwils Roman Messerli (rechts) im Kampf gegen Brandis Nando Wüthrich.

Kein Millimeter wird geschenkt: Zuchwils Roman Messerli (rechts) im Kampf gegen Brandis Nando Wüthrich.

Marcel Bieri

Wer heute das Heimspiel von Zuchwil Regio gegen Brandis schaut, wird nicht merken, dass es sich dabei «nur» um ein Spiel der Masterround handelt. Die beiden 1.-Liga-Mannschaften werden sich nichts schenken. Und dies, obwohl beide Teams bereits für die Playoffs qualifiziert sind und die Masterround mehrheitlich als Warm-Up für die darauffolgenden und entscheidenden Playoff-Spiele dient.

«Die Spiele gegen Brandis sind immer hart. Sie sind ein starkes Team und dieses Jahr spielen sie sehr gut», sagt Zuchwil-Trainer Max Weibel. Dies ist aber noch lange kein Grund zur Entmutigung. Zuchwil hat das in der Tabelle vor ihnen liegende Brandis in den Qualifikationspielen dieser Saison bereits zweimal geschlagen. Beide Spiele fielen jedoch sehr knapp aus.

Dünne Luft an der Tabellenspitze

«Es versprechen alle Spiele eng zu werden. Die Teams sind extrem nahe beieinander und jeder kann jeden schlagen», so Weibel, «Alle haben ihre eigenen Qualitäten. Da uns die meisten technisch unterlegen sind, werden sie dafür läuferisch Vollgas geben und versuchen, uns physisch zu schlagen. Doch wir lassen uns nicht abschrecken und werden alles geben.»

Dass nach zwei Spielen zu Hause vier Auswärtspiele warten, macht dem Trainer keine Sorgen: «Ich habe keinen einzigen Gedanken daran verschwendet. Heim- und Gastspiele haben beide ihre Vorteile. Wenn wir auswärts spielen, stehen wir für gewöhnlich unter weniger grossem Druck.»

Und zur Abwechslung einmal eine Partie ohne grossen Erfolgsdruck bestreiten zu können, kann der Mannschaft viel bringen. «Wir nutzen die Gelegenheit, um in jedem der sechs Spiele ein Thema aus dem Training einzufügen und es am praktischen Beispiel zu testen», verrät Weibel, «mit dem zusätzlichen Antrieb, dass jeder Sieg ein tolles Gefühl für die Mannschaft hinterlässt».

Angenehme Rückkehr für Cyrill Brunner

Auch dem Wiedereinsteiger Cyrill Brunner kommt die Masterround zugute. Zuchwil hadert derzeit mit einem sehr schmalen Verteidigungs-Kader. Wenn der langzeitverletzte Verteidiger bis zum Playoff-Auftakt wieder auf seinem Leistungshöhepunkt angekommen ist, wäre das für Zuchwil eine grosse Erleichterung. Nun kann er sich in der Masterround von Partie zu Partie in Ruhe einspielen. Der zu Beginn der Saison notfalls zum Verteidiger umfuntionierte Olivier Hojac bleibt voraussichtlich bis Ende Saison noch in der Defensive.