1.-Liga-Eishockey
Zuchwil veranstaltet gegen Sissach ein wahres Schützenfest

Der EHC Zuchwil Regio bestätigt weiterhin solide seinen Leaderthron. Marco Müller führte seine Farben mit allein sechs Skorerpunkten zum 12:1-Kantererfolg über Zunzgen-Sissach.

Stefan Siegrist
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Zuchwils Goalie Simon Pfister wird von Sissach kaumgeprüft

Zuchwils Goalie Simon Pfister wird von Sissach kaumgeprüft

Marcel Bieri

Bereits sind es wieder sechs Spiele in Folge, welche Zuchwil Regio nach seiner einzigen Saisonniederlage gegen Unterseen-Interlaken gewonnen hat. Die Solothurner lassen sich die zahlreichen Absenzen überhaupt nicht anmerken; im Gegenteil, das Team funktioniert einwandfrei. Hinten bekommen die Zuchwiler beinahe keine Tore - in den letzten drei Partien gerade zwei Gegentreffer - und vorne läuft es auch ohne Topskorer und Captain Pistolato fast wie geschmiert.

An dessen Stelle treffen Reber, Müller, Schlup und auch der unermüdliche Beccarelli. Dennoch möchte sich Trainer Stefan Gerber nicht als Headcoach ohne Sorgen betiteln. Zwar stehen ihm so viele Verteidiger zur Verfügung wie noch nie in seinen Zuchwiler Zeiten; vorne bringt er noch knapp drei Blöcke aufs Eis. «Es macht schon Freude zu sehen, dass sich die Lücken fast von alleine schliessen. Aber im Training ist es ein Problem, wenn wir nicht vier Blöcke sind. Die Belastung der Akteure in Trainings und Spielen kann sich im Verlaufe der Meisterschaft negativ auswirken, das mussten wir letztes Jahr bitter erfahren.

Nach Belieben dominiert

Im Februar dieses Jahres standen sich Zuchwil und Zunzgen-Sissach im Playoff-Viertelfinal gegenüber. Zwar gewannen die Solothurner die Serie mit 3:0, doch es war äusserst knapp und umstritten. Einen Sommer später trennen die beiden Mannschaften Welten. Zunzgen-Sissach kann nicht mehr mit den besten Teams der Liga mithalten und Zuchwil ist der unangefochtene Krösus. Dieses Bild gab die Tabelle vor der Partie wider und auch das deutliche Verdikt von 12:1 nach 60 Minuten unterstrich die These.

Die Partie begann schon einseitig und die Rollen waren sofort klar verteilt. Einzig im Startabschnitt konnten die Baselbieter mehr oder weniger entgegenhalten. Nach der ersten Pause gab es kein Halten mehr, die Gastgeber demontierten ihren Kontrahenten. Nach 40 Minuten stand es 8:1. Aber anders als noch in der Vorrunde liessen die Gerber-Boys nicht locker; machten weiterhin Druck und hatten Spass am lockeren Trainingsmatch. In der 55. Minute erzielten Hojac, Schlup und Born gleich drei Treffer zum 12:1-Schlussskore.
Am Mittwoch kommt Adelboden zu Besuch, mit den Berner Oberländern hatte Zuchwil im Hinspiel mehr Mühe als gewünscht.