Mit einer Tempoverschärfung im dritten Abschnitt hatte der EHC Zuchwil Regio die erste Partie der Best-of-Five-Finalserie für sich entschieden. Die Burgdorfer waren allerdings ebenbürtig, zahlten auch ein bisschen mit der fehlenden Final-Routine. Auf letztere kann Favorit Zuchwil natürlich mit seinen Anführern Pistolato, Stefan Wüthrich, Von Dach und vielen weiteren zählen. Dass die Emmentaler einen Kraftvorteil haben könnten, da sie in ihrer Halbfinal-Serie nicht über fünf Matches mussten, verneinte Stefan Gerber, der zu künftig Wiki-Münsingen wechselt, vehement: «Kraft ist kein Thema, wir profitieren nun von unserer vierten Linie, die auch vermehrt Einsätze läuft. Zudem haben wir die Intensität in den Training dosiert und legen mehr Wert auf Off-Eis-Aktivitäten.»

Perfekter Beginn

Die Partie begann für die Solothurner perfekt. Sie machten früh Druck und buchten durch Von Dach auch bereits in der 2. Minute den ersten Treffer. Ganz allgemein gehörten die zehn Startminuten dem Favoriten, der mächtig aufs Gas drückte. Die sehr gute Darbietung zu Beginn liess allerdings in den zweiten zehn Minuten nach. Burgdorf kam besser auf und nutzte die längeren Zeitspannen in der Abwehr für einen strukturierten Aufbau. In Zählbares konnte die Lanz-Truppe ihre Chancen vorerst noch nicht umsetzen, sodass Zuchwil die knappe Führung mit in die erste Pause nahm.

Ruppiger Mittelabschnitt

Der Mittelabschnitt verlief ruppiger, die Checks wurden härter. Erstmals in der Serie kam etwas wie Playoff-Stimmung auf. Dies schien den Gastgebern besser zu behagen, denn sie glichen durch Blaser zum 1:1 aus. Fortan entwickelte sich ein Auf und Ab, ohne dass sich eine Mannschaft ein Übergewicht erarbeiten konnte. Es gab keine weiteren Treffer in den zweiten 20 Minuten, wie schon am vergangenen Samstag musste der Schlussabschnitt die Entscheidung herbeibringen.

Zuchwil gibt nochmals Gas

In der 45. Minute war es Markus Schütz, dem der Führungstreffer für die Eisherren gelang. Die Halle bebte und Zuchwil dreht nun noch einmal auf. Aber an diesem Abend war kein Vorbeikommen an einem sehr starken Kaufmann zwischen den Pfosten. Den Schlusspunkt setzte Pasche mit dem 3:1 ins leere Tor. Burgdorf war aufgrund des gezeigten Herzes der verdiente Sieger und erkämpft sich so mindestens noch ein zweites Heimspiel. Damit steht die Serie nun 1:1, es ist nur noch eine Best-of-three-Ausmarchung. Weiter geht es am morgen in Zuchwil.