Eishockey
Zuchwil Regio rauscht mit Kantersieg in den Playoff-Final

Zuchwil Regio qualifiziert sich als erstes Team für den Playoff-Final der Region Zentralschweiz. Finalgegner wird Burdgorf oder Wiki-Münsingen sein.

Pius Rüegger
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Zuchwil Regio ist im Playoff-Final
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Marco Pistolato freut sich über seinen Treffer zum 3:1.
Marco Müller trifft gegen den Lysser Torhüter.
Sinnbildlich: Zuchwils Christian Reber stürmt mit dem Puck davon, sein Lysser Gegenspieler kracht in die Bande.
Vorfreude auf den Final bei Matthias von Dach.
Zuchwils Leandro Gfeller (Mitte) und Fabian Steiner jubeln, Jan Krebs von Lyss hat Lichterlöschen.

Zuchwil Regio ist im Playoff-Final

Marcel Bieri

Verdis Triumphmarsch aus seiner Oper Aida gab dem EHC Zuchwil Regio den Takt für das dritte Halbfinal-Spiel gegen den SC Lyss vor. Diese emotionale Hymne bei der Publikumsbegrüssung war den Solothurnern Verpflichtung, nach ihrem Break vom Donnerstag gegen die Seeländer im Schnelldurchgang alles klar zu machen.

Entsprechend konzentriert trat die Truppe von Trainer Jury Woschakow auf. Entschlossen, dem Gegner diszipliniert nichts zuzulassen, verhinderte sie, dass die Berner ihre taktischen Vorstellungen umsetzen konnten. «Wir haben Lyss nicht so passiv erwartet, vielmehr haben wir erwartet, dass die Partie schmutzig wird», sagte Assistenztrainer Max Weibel.

Zum Vorteil der Zuchwiler wurde, dass es gelang, von Beginn an den nötigen Druck aufzubauen. «Unser Hauptaugenmerk lag auf der Disziplin und dass jeder seinen Job macht», erklärte der Assistenztrainer. Der vierte Sturm eröffnete das Skore durch Blatter. Jedoch nützten die Berner den ersten Ausschluss in der zehnten Minute zum Ausgleich durch Krebs. Zweimal in Überzahl erhöhten die Wasserämter darauf durch Gfeller (15.) und Pistolato (16.) auf 3:1. Geduld und Konsequenz waren die Basis dazu. Allerdings mussten sie nach dem 4:1 durch Von Dach 36 Sekunden vor Drittelsende mangels Konzentration Lyss den zweiten Treffer elf Sekunden später zugestehen (20.).

Kompakt agierten die Zuchwiler auch im Mittelabschnitt. Der Qualisieger liess den Seeländern nie den Hauch einer Chance. Diese Dominanz ermöglichte Born mit einem Doppelpack (22. und 31.) sowie Brunner (38.) den Vorsprung um weitere drei Einheiten auf 7:2 auszubauen. «Wir waren dem Gegner immer einen Schritt voraus», sah es Weibel. Auch der dritte Lysser Treffer durch Lauper (39.) war einer Unkonzentriertheit der Solothurner zuzuschreiben.

Diesen Makel wollten die Einheimischen nicht auf sich beruhen lassen. Innert 75 Sekunden in den Minuten 42 und 43 demütigten Leuenberger, Steiner und Hojac die Besucher gleich dreimal. Nach diesem 11:3 hatte Lyss nichts mehr entgegen zu setzen. Die Seeländer resignierten. «Der Grund für ihren Einbruch war, dass sie zu oft zu schlecht standen und wir läuferisch die bessere Mannschaft waren», analysierte Weibel. Der Rest war ein unspektakuläres Auslaufen –- und der Beginn des Wartens auf den Finalgegner: Burgdorf verlor bei Wiki 1:4. Die Aaretaler verkürzten somit die Serie auf 1:2 und dürfen weiter hoffen. «Mir wäre Wiki lieber, gegen sie haben wir viermal gewonnen, aber wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir auch im Final jeden Gegner schlagen können», freut sich Weibel auf die Finalserie.