Eishockey

Zuchwil Regio kommt verspätet in der Saison an

Zuchwils Uhlmann und Lühti (in Weiss), hier gegen Interlaken.  Bieri

Zuchwils Uhlmann und Lühti (in Weiss), hier gegen Interlaken. Bieri

In einer Einbahn-Partie gewann Zuchwil Regio verdient mit 8:2 in Adelboden. Langsam scheinen die Gerber-Jungs den Tritt zu finden und können mit vier Blöcken Matches entscheiden.

Bisher bot Zuchwil Regio noch keine überzeugenden Leistungen. Nach der völlig missglückten Auftaktspartie in Burgdorf konnte der Fehlstart zu Hause gegen Unterseen-Interlaken vermieden werden. Dennoch scheint, dass sich die Gerber-Truppe noch nicht ganz gefunden hat. Dies wäre nicht allzu erstaunlich, gab es doch einige Neuzuzüge, mit welchen in erster Linie die Defensive verbreitert und besser gemacht wurde. «Wir haben viele Neue, die es zuerst einzubauen gilt. Die Automatismen sind noch im Aufbau. Wir arbeiten aber stetig weiter», erklärte Zuchwil-Trainer Stefan Gerber.

Die Gäste waren bemüht

Der Startabschnitt verlief grösstenteils ereignislos. Zwar waren die Gäste bemüht, das Zepter an sich zu reissen, im Abschluss offenbarten sie aber grosse Mängel. Adelboden präsentierte sich gewohnt kämpferisch und versuchte durch viel Laufarbeit den Rivalen zu besiegen. Zur ersten Sirene lagen die favorisierten Zuchwiler mit einem knappen 1:0 in Front. Torschütze war Center Roman Wüthrich. Nach der ersten Pause präsentierte sich ein unverändertes Bild. Die Solothurner diktierten das Geschehen, agierten dabei aber viel zu kompliziert. Immer wieder verzettelte sich die stark besetzte Offensive der Gäste. Die Berner Oberländer versuchten ihr Glück mit schnörkellos vorgetragenen Angriffen, blieben aber ansonsten ihrem defensiven Grundkonzept treu. Die Adelbodner kamen nur ganz selten bis vors Tor von Beat Ackermann. Letzterer präsentierte sich gut in Form und liess sämtliche Versuche abblocken. Seine Vordermannen hatten im Mittelabschnitt ebenfalls mehr Glück und erhöhten auf 4:0. Die Partie war nach 40 Minuten faktisch bereits entschieden, zu wenig hatte Adelboden zu bieten.

Schaulaufen von Zuchwil

Tatsächlich verkam das Schlussdrittel zu einem Schaulaufen der Gäste aus dem Unterland. Mit viel Spielwitz ausgestattet degradierten die Solothurner nun ihre Kontrahenten zu Statisten. Einziger Wermutstropfen waren die beiden Gegentreffer, welche absolut unnötig waren. Ackermann wurde gänzlich alleine gelassen und hatte so keine Chance seinen ersten Saison-Shout-Out zu realisieren. Das Schlussskore lag bei 8:2, was dem Spielverlauf entsprach und auch in dieser Höhe gerechtfertigt war. «Es war keine Glanzleistung, sondern ein Arbeitssieg», konstatierte Stefan Gerber und fügte an: «Die Effizienz zu Beginn war schlecht. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Ich bin froh, dass wir mit vier Blöcken dominieren konnten. Wir wissen, wo wir noch ansetzen müssen, aber mit den zwei Zählern bin ich zufrieden.»

Pflichtsieg am nächsten Samstag

Für Zuchwil geht es kommenden Samstag vor heimischer Kulisse gegen das punktelose Thun weiter. Alles andere als ein weiterer Erfolg wäre eine Überraschung.

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