Eishockey
Zuchwil Regio kommt nicht in Fahrt

Der EHC Zuchwil Regio kassierte beim 2:4 gegen Burgdorf die dritte Nullnummer im vierten 1.-Liga-Masterround-Spiel und scheint zu Beginn des neuen Jahres nicht richtig auf Touren zu kommen.

Stefan Siegrist
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Zuchwil Regio kommt nicht in Fahrt
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Der Zuchwiler Matthias von Dach (links) im Kampf um den Puck gegen den Burgdorfer Patric Buri.
Goalie Beat Ackermann geschlagen vom Burgdorfer Marco Dick.
Die Burgdorfer Spieler jubeln.

Zuchwil Regio kommt nicht in Fahrt

AZ

Nach dem Erfolg vor Wochenfrist gegen Aarau setzte es diese Woche gegen Huttwil und eben gestern gegen Burgdorf Niederlagen ab. Am Mittwoch in Huttwil konnte man dies noch gut verkraften, da es immerhin der absolute Topfavorit ist. Aber gestern war Trainer Stefan Gerber mit seinen Mannen nicht einverstanden: «Ganz klar bin ich damit nicht zufrieden. Vor allem in den beiden ersten Abschnitten hatten wir zu wenig Pfupf und gar keine Explosivität. So reicht dies natürlich auch gegen ein Burgdorf nicht.»

Drei Treffer in vier Minuten

Nach einem torlosen ersten Drittel, in welchem die Gäste aus Burgdorf den frischeren und agileren Eindruck hinterliessen, fielen im zweiten Abschnitt schnell auch die Treffer. Innert vier Minuten trafen Buri, Dick und Inniger für die Burgdorfer. Es war dies ein harter Schlag ins Gesicht Zuchwils, die Solothurner bekamen die Quittung für ihre mangelhafte Laufbereitschaft. «Gegen Huttwil waren wir taktisch schlecht, das war heute nicht so. Aber dafür fehlte es an der Basis, und so kann man kaum gewinnen», resümierte Gerber nach der Schlusssirene.

Daniel Balen hauchte seinen Farben mit dem 1:3 vor der zweiten Pause nochmals Hoffnung ein. Tatsächlich übernahmen die Gastgeber danach das Zepter und präsentierten sich im dritten Abschnitt stark verbessert. Doch der Anschlusstreffer durch Stefan Wüthrich in der 57.Minute kam zu spät. Der Druck auf die Emmentaler konnte zwar erhöht werden, aber die Zeit sprach gegen Zuchwil. Das 4:2 fiel ins verwaiste Tor und Burgdorf gewann in dieser Saison erstmals gegen Zuchwil.

Gerber sprach von einem Loch, in welchem sich seine Mannschaft befinde. Dies sei normal und das hätten andere bereits in der Qualifikation gehabt. Trotz all dem hat es Zuchwil noch immer in den eigenen Händen und Füssen, den 2.Platz zu sichern. Dafür bedarf es am kommenden Samstag eines Vollerfolgs über Wiki-Münsingen. «Ja, wir wollen den 2.Rang behalten. Wir schauen auf uns, wenn wir das machen, stehen die Chancen auf einen Sieg gut.»

Der zweite Platz ist von hoher Bedeutung. Einerseits würde man das Playoff gegen ein Team aus der unteren Masterrunde beginnen. Andererseits kann der Zweitplatzierte frühestens im Final auf den Topfavoriten aus Huttwil treffen. Noch bleiben Zuchwil Regio 14 Tage bis zur entscheidenden Phase der Meisterschaft.