1.-Liga-Eishockey
Zuchwil Regio hofft auf Theater-Effekt

45 Sekunden vor Schluss kassiert Erstligist Zuchwil Regio gegen Wiki-Münsingen den entscheidenden Gegentreffer zur 3:4-Heimniederlage. Die beiden Teams werden sich im Playoff-Viertelfinal wieder begegnen.

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Zuchwil Regio verliert die Hauptprobe gegen Wiki-Münsingen.

Zuchwil Regio verliert die Hauptprobe gegen Wiki-Münsingen.

Hans Peter Schläfli

Nein, das goldene «Winner-Gen» oder den Oskar punkto Kaltblütigkeit wird der EHC Zuchwil Regio in dieser Saison bestimmt nicht gewinnen. Einmal mehr gaben die Solothurner im vorletzten Spiel der Masterround daheim gegen Wiki-Münsingen einen Sieg im letzten Moment aus der Hand. Und das gegen das nun definitiv als Playoff-Viertelfinalgegner feststehende Wiki-Münsingen. In der letzten Runde am Dienstag (Wiki - Thun) respektive Mittwoche (Zuchwil Regio - Brandis/2015/Sportzentrum Zuchwil) wird sich im Fernduell zwischen Wiki (derzeit 23 Punkte) und Zuchwil Regio (22) allein noch entscheiden, wer die Viertelfinals daheim beginnen darf.

Sehr viele Strafen

Die in dem Sinn also Hauptprobe auf die am 13. Februar beginnenden Playoffs nahm für Zuchwil Regio einen vorerst gefühlt idealen Verlauf. Bereits nach 24 Sekunden verschoss Wiki einen Penalty. Es waren daraufhin die Gastgeber, die das 1:0 markierten. Kurz nachdem die Aaretaler ausgeglichen hatten, gelang den Hausherren günstigerweise die neuerliche Führung. in der 31. Minute war es Von Dach der auf 3:1 erhöhte. Alles tipptop könnte man soweit meinen. In der Folge freilich kippte das psychologisch Momentum zusehends auf die Seite der Gäste. Drei Minuten nach dem 3:1 gelang Wiki der Anschlusstreffer. Die Nerven der Zuchwiler schienen nun zusehends unter Druck zu geraten. In der 49. Minute kassierte Loris Stoller eine Matchstrafe für einen Check von hinten. Kurz danach wanderte Stollers Teamkollege Blumenthal für einen hohen Stock auf die Strafbank. Die vielen Strafen in dieser Partie (total 102 Minuten) liessen nie einen harmonisierten Rhythmus zu.

Hoffnung auf Premiere

Wiki kam mit der zerhackten Situation offenbar besser zurecht. In der 52. Minute gelang den Bernern der Ausgleich. „Jetzt nur nicht noch einen kassieren“, fährt es einen oft nach so einem vergeigten Zweitore-Vorsprung oft durch den Kopf. Zuchwil Regio auf jeden Fall war zu keiner Reaktion in Form eines neuerlichen Führungstreffers mehr fähig. Im Gegenteil: Die für ihren Kampfgeiste und speziellen „Teamspirit „ seit Jahren bekannten Aaretaler markierte 45 Sekunden vor Schluss durch Baumgartner das Winning-Goal. Dies in einem Moment als der Zuchwiler Röthlisberger die Strafbank drückte. Das primär positive Fazit für Zuchwil Regio nach dieser Pleite ist die Hoffnung, dass die in der Theaterwelt regierende These, wonach eine missglückte Hauptprobe ein gutes Omen hinsichtlich der Premiere sein soll auch in dem Fall gilt.

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