Nach der 1:5-Heimpleite Mitte Oktober gegen Schlusslicht Adelboden war für den EHC Zuchwil Regio im Rückspiel Wiedergutmachung angesagt. Wobei es im kalten Niedersimmentaler Ski-Weltcup-Ort am Chuenisbärgli für jede Mannschaft bisweilen ganz schön zäh werden kann.

Die einheimischen Bergler in ihrer ruchen Umgebung in die Knie zu zwingen ist nicht immer einfach. Die Spieler von Zuchu-Coach Manfred Reinhard haben dies jdoch geschafft. Freilich gingen dem 5:3-Auswärtssieg und der damit gelungenen Revanche 60 nicht alltägliche Minuten voraus.

Kraftakt in 176 Sekunden

Keine dieser erwähnten Minuten war gespielt, als Bättig die Gäste in Führung schoss. Nach 58 Sekunden schlug die Scheibe erstmals im Tor von Adelboden-Goalie David Friedli ein. Ein toller Start - sollte man meinen. Doch die Reaktion der Einheimischen fiel heftig aus. Wie ein Furie schlugen sie zurück. Die Nationalliga-gestählten Bruno Marco und David Maurer sowie der junge Dübendorf Raphael Hürzeler 50 Sekunden vor Drittelsende, sorgten vor der ersten Pause für eine 3:1-Führung der Gastgeber.

Das Momentum lag nun also ganz auf Seiten der Einheimischen. Doch dann zeigten die Solothurner, dass auch sie es Krachen lassen können. Innert 176 Sekunden trafen Bättig, Steiner und Ast dreimal in das Oberländer Tor. Noch vor Spielmitte stand es so 4:3 für die Unterländer.

Ein Dopamin-Schub, der ausreichen sollte, um das Ding ins Trockene zu bringen. Trotz zahlreichen Strafen der Zuchwiler gegen Ende des zweiten Drittels und damit verbundenen, heiklen Unterzahl-Situationen, schafften es die Adelbodner nicht mehr, noch einmal ranzukommen. Derlei war es erneut Steiner, der zwei Sekunden vor Schluss mit dem 5:3 den Sack definitiv zu machte.

Bellinzona am Samstag

Vor der Partie am Samstag im Sportzentrum Zuchwil gegen die Giovani Discatori Turrita GDT Bellinzona (18.15 Uhr) belegt der EHC Zuchwil Regio bei Halbzeit der Qualifikation somit gleichauf mit Thun den fünften Rang. Die Tessiner, die heuer in der Zentralgruppe spielen und viel dafür investieren, sich neben Lugano und Ambri als dritte Kraft hinter dem Gotthard zu etablieren, haben zuletzt sechs Mal in Folge gewonnen.

Bellinzona gehört als Partnerteam von Lugano zu jenen Mannschaften, die nächste Saison ganz klar in der Swiss Regio League - einer NLC quasi - dabei sein wollen. Da kommt also eine hartes Stück Arbeit, aber auch eine nette Herausforderung, auf den EHC Zuchwil Regio zu.