Eishockey
Zuchwil Regio gewinnt die Qualifikation dank Sieg gegen Basel

Hart, ruppig und zerfahren war die Begegnung zwischen Zuchwil und Basel/KLH. Es wollte bei beiden Teams nicht so richtig viel klappen. Schliesslich setzte sich Zuchwil vor allem dank der besseren Einzelspieler mit 6:2 durch.

Stefan Siegrist
Merken
Drucken
Teilen
Zuchwils Bruno Blatter jubelt.

Zuchwils Bruno Blatter jubelt.

Marcel Bieri

Nach dem deutlichen Erfolg unter der Woche in Interlaken konnte der EHC Zuchwil Regio gegen Basel die Qualifikation definitiv als Sieger abschliessen. Dazu brauchten die Solothurner jedoch einen Sieg nach 60 Minuten. Dass es nicht so einfach gehen würde wie noch am Mittwoch, schien klar. Gegner Basel präsentierte sich die gesamte Meisterschaft als starker Antipode. Einige Akteure vom zurückgezogenen Zunzgen-Sissach fanden den Weg zu den Baslern. Da letztere noch um den Einzug in die obere Masterround kämpfen, war mit heftiger Gegenwehr zu rechnen.

Starker Beginn

Die Partie begann vor allem aus Sicht der Gastgeber ausgezeichnet. Schon in der 2. Minute traf Liga-Topskorer Bruno Blatter erstmals für seine Farben. Und beinahe wäre es noch besser gekommen, wenn Captain Pistolato in der 4. Minute den zugesprochenen Penalty nicht verschossen hätte. Das Malheur änderte allerdings nichts an der Dominanz der Hausherren. Die Wotschakow-Truppe war läuferisch und technisch besser und generierte so ganz viele gute Einschussgelegenheiten. Basel versteckte sich nicht, fand aber in der Offensive keine Mittel. Das Startdrittel blieb mit dem 1:0 knapp, für Zuchwil gemessen am Aufwand sicher zu wenig.

Pfister macht dicht

Im Mittelabschnitt wurde die Begegnung ruppiger und härter. Die Gastgeber verhielten sich diesmal viel erfahrener als noch gegen Lyss. Man frass die Checks und teilte selber auch hart, aber fair aus. Die Härte entzog dem Match den Fluss, nicht jedoch die Effizienz. Diese zeigte sich binnen weniger Minuten, als Christen zuerst auf 2:0 erhöhte, Basel aber durch Keller den alten Rückstand umgehend wieder herstellte. Die Gäste waren nun besser in der Partie und probierten vermehrt den Favoriten aus der Bahn zu stossen. Letzteres gelang jedoch nur in ganz wenigen Situationen, ansonsten blieb Zuchwil seiner Linie treu. In der 33. Minute traf Gfeller zum 3:1 und in der 38. Minute erhöhten Pistolato und Müller mit einem doppelten Doppelpass auf 4:1. Die Differenz war geschaffen.

Früh im dritten Drittel kam Basel durch Meyer nochmals auf 4:2 heran und durfte in der Folge mehrmals im Powerplay agieren. Heikle Szenen blieben nicht aus, aber Goalie Pfister behielt den Überblick. In der 53. Minute machte Hojac alles klar. Das 5:2 war die Entscheidung. Zum Schluss traf auch noch Born zum Endresultat von 6:2. Somit ist der EHC Zuchwil Regio der Qualifikationsgewinner. Dies ist vor allem nach der tollen Vorrunde verdient. Assistenzcoach Max Weibel nach der Partie: «Es war halt ein Spiel. Ich weiss nicht, ob wir das mit den Strafen irgendwann in den Griff bekommen. Wir sind sehr anfällig auf viel Körpereinsatz.» Über den Quali-Sieg freut sich die Mannschaft, man wollte aber auch diesbezüglich mehr, so Weibel weiter: «Wir müssten mehr Punkte auf dem Konto haben. Nach der Halbierung haben wir fast keinen Vorsprung. Wir haben aus der guten Vorrunde zu wenig gemacht.»

Es geht noch um zwei Punkte

Zum Abschluss der Qualifikation gastiert Zuchwil kommenden Mittwoch bei Brandis. Aufgrund der ungeraden Punktanzahl können die Solothurner mit einem Vollerfolg für die Masterround noch zusätzliche zwei Zähler erobern.