Eishockey
Zuchwil Regio gelingt die Final-Revanche zum Saisonstart gegen Burgdorf

In einer für den Saisonbeginn attraktiven 1.-Liga-Begegnung setzte sich Zuchwil Regio im Vorjahresfinalduell gegen Burgdorf mit 4:2 durch. Die neuen Spieler konnten sich bereits bewähren.

Stefan Siegrist
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Burgdorf’ Sandro Tanner (mitte) verpasst eine Chance gegen Zuchwils Goalie Simon Pfister. Rechts Mirco Blumenthal

Burgdorf’ Sandro Tanner (mitte) verpasst eine Chance gegen Zuchwils Goalie Simon Pfister. Rechts Mirco Blumenthal

Marcel Bieri

Der Start in die 1. Liga Saison ist dem EHC Zuchwil Regio geglückt. Die Solothurner konnten sich gleich im ersten Match nach der Sommerpause für die Final-Niederlage beim EHC Burgdorf revanchieren. Die Gäste setzten sich mit 4:2 durch. Somit fiel auch die Premiere von Neo-Trainer Juri Wotschakow erfolgreich aus. Die Partie war aber sehr lange ausgeglichen und für eine Startpartie durchaus attraktiv für die Zuschauer.

Von Dach erster Torschütze

Zuchwil begann sehr dominant und schwungvoll. Die harten Trainings unter dem neuen Trainer zeigten sofort Wirkung – vor allem im läuferischen Bereich. Von Dach war der erste Torschütze in der neuen Saison für Zuchwil Regio. Der kleine Flügel brachte seine Farben in der 16. Minute mit 0:1 in Führung. Gemäss getätigten Aufwand ging dieser Treffer in Ordnung.

Burgdorf hatte zwar auch seine Möglichkeiten, sündigte jedoch im Abschluss oder scheiterte an Goalie Pfister. Damit nahmen die Gäste den kleinen Vorsprung in die erste Pause. «Mit der Leistung vom Startdrittel dürfen wir zufrieden sein. Das war genau das, was unser Trainer von uns verlangt», zog Von Dach eine positive Zwischenbilanz.

Zu viele Strafen

Der Mittelabschnitt war geprägt von vielen kleinen Strafen. Wie bereits im Finale im März präsentierten sich die Solothurner nicht sehr diszipliniert. Von Dach: «Wir nahmen zu viele blöde Strafen. Das kostete eine Menge Kraft, das müssen wir unbedingt wieder abstellen.» Als die Zuchwiler in doppelter Unterzahl agieren mussten, kassierten sie prompt den Ausgleich durch Gerber. Doch die Gäste blieben taktangebend und zeigten, dass sie ihr neues System mit viel Laufarbeit, stetiger Bewegung und starkem Forechecking durchziehen wollen. Captain Pistolato erntete den Ertrag und traf zum 2:1 nach 40 Minuten.

Die Neuen haben getroffen

Nichts war entschieden und Zuchwil musste zu Beginn des dritten Abschnittes erneut mit zwei Mann weniger ans Werk. Prompt glichen die Emmentaler wieder aus und rochen ihrerseits nun die Gewinnchance. Die Emmentaler machten die Rechnung indes ohne das neue Duo Leuenberger/Blatter. Letztere schossen innerhalb von zwei Minuten zwei Treffer und Zuchwil so zum Sieg. Von Dach resümierte nach dem Match: «Mit dem Resultat dürfen wir zufrieden sein. Die Leistung war vor allem im ersten Drittel in Ordnung, danach nahmen wir schlicht zu viele Strafen.»

Der Routinier liess es nicht aus, die Neuen, die sogleich für die Entscheidung zuständig waren, zu loben: «Wir haben alle gut aufgenommen und sie haben sich gut eingefügt. Dass Leuenberger und Blatter gleich zum Sieg treffen, ist sehr schön.» Für Zuchwil steht am Samstag die Heim-Premiere auf dem Programm. Die Affiche ist allein deshalb interessant, weil Wiki-Münsingen mit Ex-Trainer Stefan Gerber gastiert.