Eishockey
Zuchwil Regio etabliert sich als neuen Gejagten

Zuchwil Regio lässt auch Brandis keine Chance. Die Eishockeyaner setzen ihre Erfolgsreihe fort und putzen in der 1. Liga Brandis mit 7:2 vom Eis.

Stefan Siegrist
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Nicht zu stoppen: Zuchwils Christian Reber (links) enteilt Adrian Witsch. marcel bieri

Nicht zu stoppen: Zuchwils Christian Reber (links) enteilt Adrian Witsch. marcel bieri

Limmattaler Zeitung

Nach der Startniederlage in Burgdorf läuft es für Zuchwil Regio wahrlich rund. Die Solothurner zeigen frisches, mutiges Offensiveishockey und gewinnen alle ihre Begegnungen. Trainer Stefan Gerber hat es nach dem Ausscheiden von Liga-Krösus Huttwil Falcons geschafft, sein Team als neuen Gejagten zu etablieren. Die letztjährige Finalteilnahme und die gute Transferbilanz im Sommer liessen den Druck ansteigen. Nach sechs Siegen in Serie und dem Festsetzen auf dem Leaderthron darf man sagen, dass die Solothurner die Erwartungen erfüllen.

Auch im fünften Match binnen zwei Wochen zeigte sich Zuchwil Regio spritzig, engagiert und mit Spielwitz ausgestattet. Bereits nach vier Minuten lagen die Hausherren nach Treffern von Verstärkungsspieler Stapfer und Von Dach mit 2:0 vorne. Schon hier präsentierte die Gerber-Equipe deutlich, wer das Eis als Sieger verlassen wird. In der 14. Minute war es erneut «Sniper» Von Dach, welcher seinen Torriecher unter Beweis stellte und Brügger im Brandis-Tor zum 3:0 überwand.

Topsturm spielt Gegner schwindlig

Der Mittelabschnitt war geprägt von agierenden Solothurnern, welche ihren Vorsprung aber nicht ausbauen konnten. Da überraschte die Reaktion von Gerber nach der Begegnung kaum: «Das Schussverhältnis lautete zum Schluss 66 zu 33 – wir brauchen schlichtweg zu viele Chancen, um zum Torerfolg zu kommen. Es kommen Gegner, da erhalten wir nicht derart viele Möglichkeiten, in diesem Punkt müssen wir uns verbessern.» Die beiden Teams gingen mit einem 4:1 in die zweite Pause. Den Lorenz-Treffer zum 3:1 konnte Zuchwil Topsturm in der Person von Stalder sofort wieder ausbügeln.

In den dritten 20 Minuten setzte Zuchwil zum Schaulaufen an. Mit zügig, flüssig vorgetragenen Angriffen kombinierte sich das Heimteam durch die Brandis-Abwehr. Die Gäste hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen und versuchten das Schlimmste zu verhindern. Müller, Von Dach zum Dritten und Stefan Wüthrich kurz vor dem Ende schraubten das Resultat auf 7:2 hoch. Die gute Leistung war für Trainer Gerber allerdings nicht rundum zufriedenstellend: «In der Defensive haben wir zu wenig schnell ausgelöst, das muss explosiver geschehen. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht da, wo wir hinwollen.»

Burgdorf büsste Punkte ein

In der Tabelle hat sich ebenfalls einiges getan, die Konkurrenz von Zuchwil hat Federn gelassen. Das vierplatzierte Wiki-Münsingen verlor in Lyss, der Dritte Aarau holte gegen Basel nur einen Zähler und der erste Vorfolger Zuchwils, sein einziger Bezwinger Burgdorf, kassierte in Sissach die erste Niederlage nach 60 Minuten. Somit hat die Gerber-Truppe mit einer gespielten Partie mehr satte fünf Punkte Vorsprung. «Das interessiert uns wenig. Wir wissen, dass die Liga ausgeglichen ist und alle gefährlich sein können», kommentiert Gerber die Resultate.

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