1.-Liga-Eishockey
Zuchwil Regio erstmals Verlierer nach der regulären Spielzeit

Der souveräne Tabellenführer der 1. Liga, Gruppe 2, der EHC Zuchwil Regio, hat seine erste Niederlage nach 60 Minuten kassiert. In Lyss unterlagen die Solothurner mit 1:4.

Stefan siegrist
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Zuchwil machte erstmals in dieser Saison Bekanntschaft mit einer Nullnummer.

Zuchwil machte erstmals in dieser Saison Bekanntschaft mit einer Nullnummer.

Nach der vorzeitigen Sicherung des Qualifikationssieges stand für Zuchwil Regio gestern die Partie gegen Erzrivale Lyss auf dem Programm. Und erstmals seit den ersten Partien der laufenden Meisterschaft standen Trainer Stefan Gerber wieder vier komplette Sturmlinien zur Verfügung. Captain Pistolato stand wie Stalder wieder im Aufgebot. Steiner kam bereits am Mittwoch gegen Burgdorf zurück.

Der Match in Lyss begann sehr intensiv. Beiden Teams machten die Räume eng und gestand sich vorab im Slot keine Abschlussmöglichkeiten zu. Das Wenige, was doch noch auf die Tore kam, wurde eine sichere Beute von Pfister und Zaugg.

Als der erste Pausentee getrunken war fielen auch die ersten Tore. Der Unparteiische musste jetzt aber auch vermehrt Strafen aussprechen. Ausschlüsse, die früher oder später in Zählbares münden mussten. Als Erster traf Bruno Blatter für die Gastgeber. Drei Minuten später liess auch Eicher die Halle erzittern, indem er kurz nach einem abgelaufenen Powerplay und einer langen Druckphase das 2:0 markierte. Zuchwil Regio musste reagieren und tat dies auch in Person von Marco Schlup. Der Arosa-Neuzuzug traf direkt nach einem gewonnenen Bully von Tobias Lüthi zum 1:2. Die Solothurner waren wieder da, doch Lysser gab das Zepter nie ab. Die Gastgeber hatten den Zuchwilern mit Härte und Provokationen den Schneid längst abgekauft. Das grosse Engagement der Equipe von Coach Andreas Beutler wurde elf Sekunden vor der zweiten Sirene nochmals durch Balsiger belohnt.

Satt macht träge . Lyss wollte den Erfolg mehr und hatte auch die Glücksgöttin auf seine Seite gezogen. Eicher, der auffälligste Akteur an diesem Abend, traf so in der 49. Minute zum 4:1, was auch dem Schlusskore gleichkam. «Ja, Lyss zeigte mehr Willen. Mit wachsendem Vorsprung in der Tabelle lässt man diesebzüglich automatisch etwas nach. Bi uns einiges nicht gepasst und bei den Rückkehrern stimmte auch noch nicht alles. Wir fanden nie in den Rhythmus. Dennoch wäre es möglich gewesen, heute zu gewinnen», resümierte Zuchwil-Coach Stefan Gerber.