Am Dienstagabend unterlag der zweitplatzierte SC Lyss in der 1.-Liga-Meisterschaft der Gruppe 2 dem EHC Wiki-Münsingen. Somit blieb der Vorsprung des EHC Zuchwil Regio von zehn Punkten bestehen. Da es nur noch fünf Partien vor der Weihnachtspause gibt, hatten die Solothurner somit gestern gegen Burgdorf bereits sehr früh die Gelegenheit, den Qualifikationstitel zu sichern. Obwohl dies nicht das primäre Ziel der Gerber-Boys war.

Zwei Siege Vorsprung

Die Zuchwiler wollten sich vor Jahreswechsel so viele Zähler Vorsprung für die Masterround ergattern wie nur möglich. Im Falles eines Sieges gegen Burgdorf würde der Vorsprung der Zuchwiler auf den Rest der Gruppe auf 13 Längen anwachsen. Was bedeutet hätte, dass der Leader auch nach Halbierung der Punkte bereits zwei Vollerfolge Vorsprung auf die Konkurrenz aufwiese. Eine nette Aussicht also für Zuchwil Regio, die letztlich mit dem 2:1-Erfolg auch Wahrheit geworden ist.

Konsequentes Körperspiel

Der erste Abschnitt zwischen dem Leader und den «Burdlefern» verlief relativ ausgeglichen und blieb, trotz ein paar guten Abschlussmöglichkeiten, auf beiden Seiten torlos. Die Partie beinhaltete jedoch viel Prestige und der Wille von sämtlichen Akteuren war deutlich spürbar. Nach der ersten Pause nahm die Intensität weiter zu. Die Kontrahenten schenkten sich gar nichts und es wurde vor allem von Seiten der Gäste konsequenter auf den Körper gespielt. Tore blieben weiter Mangelware.

Auch der zugesprochene Penalty von Reber konnte nicht verwertet werden. In der 32. Minute war es aber soweit. Malicek und Müller setzten zu einem Effort in Unterzahl an und bedienten Steiner. Der Rückkehrer gestaltete so nach langer Verletzungspause sein Comeback höchst effizient und erfolgreich.

Wüthrich mit «Game-Winner»

Die Freude war jedoch von kurzer Dauer. Nur eine Minute später brach auch Rutschi für Burgdorf den Bann und glich postwendend aus. Schnell wurde jetzt klar, dass ein nächster Treffer bereits eine Vorentscheidung herbeiführen könnte. Und für diese war Routinier Roman Wüthrich kurz vor der zweiten Pause zuständig. Aus einem Gestocher traf der Center zur erneuten Führung.

Der letzte Abschnitt blieb wieder torlos. Dies lag vor allem an der fehlenden Präzision der Zuchwil-Stürmer. Burgdorf kämpfte zwar, fand aber keine Mittel mehr, sich gegen die Hausherren durchzusetzen. In den letzten zwei Minuten musste sich der Leader noch mit vier Akteuren gegen sechs Burgdorfer wehren. Aber mit viel Einsatz und einem Fels im Tor wurde der Qualifikationssieg bereits vor dem Samichlaus klar gemacht.