Wie bereits im ersten "Heimspiel" in Biel gegen Sierre, zog Zuchwil Regio im letzten Saisonspiel in seinem Sportzentrum, im ersten Drittel verdient mit 2:0 in Führung. Kevin Bösiger und Marco Müller trafen im Überzahlspiel.

Und wiederum hätte das Zwischenresultat auch höher ausfallen können, leisteten sich doch die Gäste in den ersten 20 Minuten bereits fünf kleine Bankstrafen. Die Zürcher Oberländer, welche das Klassement mit zwei Siegen aus zwei Spielen anführen und mit einem Bein bereits im Finale vom Ostermontag stehen, agierten wenig agil.

Zuchwil Regio hingegen schien seit vergangenem Donnerstag frische Kräfte getankt zu haben und gab den Zürchern, wie bereits im Hinspiel, von Beginn an einen Gegner auf Augenhöhe ab.

Fokussiert im Mitteldrittel

Mit dem 3:0 durch Adrian Anderegg in der 29. Minute gelang dem Team von Coach Manfred Reinhard bereits der dritte Treffer im Powerplay. Eine Vorentscheidung? Auch in Biel lagen die Solothurner 3:0 vorne und verloren gegen Sierre trotzdem noch mit 4:7.

Vor eigenem Publikum wollte und durfte sich die Mannschaft jedoch keine erneute Blösse mehr geben, blieb geduldig und fokussiert und erarbeitete sich einige weitere Tormöglichkeiten. Als Marco Müller in der 35. Minute einen Schuss vorerst geschickt nur antäuschte, den Puck danach jedoch eiskalt selber um 4:0 verwertete, waren die Weichen eindeutig auf Sieg gestellt.

Zaugg in Hochform

Eine herausragende Leistung zeigte einmal mehr Zuchwils Schlussmann Sandro Zaugg. Er hielt seine Mannschaft mit sicheren Interventionen im Spiel und strahlte grosses Selbstbewusstsein aus, als die Zürcher gegen Ende einen Gang höher schalteten und versuchten, dem Spiel mit mehr Tempo noch eine Wende zu geben.

Erst in der 52. Minute musste sich Zaugg im Boxplay erstmals geschlagen geben. Zu spät der Zeitpunkt für die Gäste, das Reinhard-Team noch in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil: Vier Minuten vor Schluss erhöht Hojac per Shorthander auf 5:1. Wetzikon kann nur noch in doppelter Überzahl zum 5:2-Schlussresultat verkürzen.

Mit diesem hochverdienten Sieg hat sich der Zentralschweizer Meister alle Optionen offengelassen, doch noch den zweiten Rang in der Dreierpoule erreichen zu können. Am Donnerstag folgt die Auswärtspartie in Sierre. Mit einem weiteren Erfolg könnten die Solothurner mit ihrem Gegner zumindest gleichziehen.

Möglich ist immer noch, dass alle drei Teams am Schluss sechs Punkte aufweisen und es dann ums Torverhältnis und um die Direktbegegnungen geht. Abgerechnet wird in dieser Ausgeglichenen Finalrunde erst ganz zum Schluss.