Eishockey
Zuchwil Regio bezwingt Erzrivale Wiki-Münsingen klar mit 4:0

Der Start in die Rückrunde verlief für den EHC Zuchwil Regio nach Plan. Zuerst der 8:1 Sieg gegen Belp. Nun besiegten sie auch Wiki-Münsingen, einer der grössten Rivalen auch in dieser Meisterschaft mit einem klaren 4:0.

Stefan Siegrist
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Zuchwil Regio bezwingt Erzrivale Wiki-Münsingen klar mit 4:0
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Zuchwils Fabian Christen (M) im Kampf um den Puck Dario Walther
Zuchwils Goalie Simon Pfister wird geprüft
Zuchwils David Malice (M) im Kampf um den Puck gegen Thomas Wegmueller

Zuchwil Regio bezwingt Erzrivale Wiki-Münsingen klar mit 4:0

Marcel Bieri

Der Start in die Rückrunde verlief für den EHC Zuchwil Regio nach Plan. Mit einem diskussionslosen 8:1 konnten sich die Solothurner gegen Schlusslicht Belp für die weiteren Partien einschiessen. Denn sogleich nach der roten Laterne stand das ewige Duell gegen Wiki-Münsingen, einem der grössten Rivalen auch in dieser Meisterschaft, auf dem Programm. Die Einheimischen hatten dabei die grosse Chance die Berner um weitere drei Längen zu distanzieren und sich früh bereits in eine aussichtsreiche Position um den Qualifikationssieg zu katapultieren.

Es war eine ganz andere Begegnung als am Mittwoch. Wiki agierte mit viel Power und Härte. Die Münsinger überzeugten nicht im spielerischen Bereich, aber ihr destruktives Eishockey macht es jedem Gegner schwer. Auch Zuchwil gelang es im ersten Abschnitt nicht oft, entscheidende Situationen zu generieren. Optisch war das Heimteam überlegen, aber es musste durch seine teils risikoreiche Spielweise auch dem Gegner Abschlussmöglichkeiten zugestehen. Der einzige Treffer im Startdrittel gelang Reber. Nach der Rückkehr von seinem Center Marco Müller blüht er wieder auf und die Linie, ergänzt von Schlup, machte an diesem Abend einen sehr starken Eindruck.

Auch in der Schlägerei stärker

Der Mittelabschnitt blieb torlos, dies in erster Linie dank den beiden Torhütern. Geissbühler, letztes Jahr noch Back-up-Goalie in Zuchwil, und auch Pfister agierten gekonnt solide und präsentierten zahlreiche starke Reflexe. Die Gastgeber hatten indes den Druck massiv erhöht. Es gab etliche Situationen, in welchen sie sich auch bei numerischer Gleichheit in der Zone von Wiki festsetzen konnten. Mangelnde Effizienz musste sich Zuchwil mit Sicherheit vorwerfen lassen, allerdings beanspruchten sie hinten auch ein paar Mal Glück, denn die Berner trafen nicht weniger als dreimal das Gehäuse.

Die dritten 20 Minuten mussten somit die Entscheidung bringen. Es war definitiv eng, auch wenn Zuchwil die besseren Einzelakteure in seinen Reihen wusste. Die Schlüsselszene ereignete sich in der 52. Minute: Reber traf zum zweiten Mal und schoss seine Farben zum Erfolg. In der Hitze des Gefechts, die Zuchwiler bereits eifrig am Jubeln, kam es zu einer Schlägerei zwischen Zuchwils Müller und Wikis Hoppe. Auch hier behielten die Solothurner das Oberwasser. Hoppe liess dies allerdings nicht auf sich sitzen und wollte wenige Minuten danach Revanche - aber auch diese verlor er. Müller war schlicht der bessere Einzelkämpfer.

Für den Schlusspunkt sorgte zwei Mal Born zum letztlich klaren und verdienten 4:0. Gerber nach dem Match: «Als Trainer sehe ich immer ein paar Lücken, aber es war ein überzeugender Auftritt. Wir waren über 60 Minuten einigermassen stabil, liessen wenig zu und fanden eine gute Dosierung zwischen Härte und spielerischen Mitteln. Grosses Lob auch an die Jungen, die gut für die Verletzten in die Bresche springen.»