Eishockey

Zuchwil Regio bestätigt die Tabellenführung

Olivier Hojac enteilt seinem Gegner.  Quelle: Hans Ulrich Mülchi

Olivier Hojac enteilt seinem Gegner. Quelle: Hans Ulrich Mülchi

Zum vierten Mal in dieser Saison gewinnt Zuchwil Regio im 1.-Liga-Eishockey gegen Wiki, wenn es auch zum Schluss nochmals knapp wurde. Damit reagieren die Solothurner auf die überraschende Niederlage gegen Aarau und bestätigen die Tabellenführung.

Eine absolut unnötige Niederlage brachte im Kampf um den 1. Rang nochmals die Spannung zurück. Nach Penaltyschiessen musste sich Leader Zuchwil Regio dem EHC Aarau am Mittwoch beugen. Die Solothurner blieben den Fans einiges schuldig, der Aufwärtstrend der letzten Wochen wurde abrupt gestoppt. Die Delle ist wohl, nicht wie Trainer Stefan Gerber vermutete, durchgangen, sie hält weiter an. Dies ist momentan nicht weiter schlimm, denn bis zum Start der Playoffs verbleiben noch zwei Wochen und falls Zuchwil seine hochgesteckten Ziele erreichen will, wird die Saison noch bis tief in den März dauern.

Unterschiede in den Blöcken

Der Formstand ist das eine, die Mischung das andere. Die scheint momentan ebenfalls nicht ganz zu passen. Der 1. Block harmoniert sehr gut, die 2. Linie hat mit Schlup einen soliden Defensivcenter, sodass das Duo Pistolato/Von Dach wirbeln könnte. Dies macht es jedoch momentan überhaupt nicht. Die 3. Formation sollte Gerber aber zu denken geben. Das Trio Müller/Reber/Born harmoniert kaum, es passt nichts zusammen und das letzte Tor liegt auch schon mehrere Partien zurück. «Wir haben es probiert, neben dem Eis harmonieren die drei sehr gut. Aber es ist so, das lange Halten des Pucks nimmt der Linie den Fluss», deutet Gerber auf mögliche Umstellungen bis zum Mittwoch hin.

Die Begegnung begann wie immer gegen Wiki mit viel Intensität und Härte. Man schenkte sich gegenseitig weder Raum noch Zeit. Die Gastgeber haben Wiki in dieser Meisterschaft bereits drei Mal bezwungen, so waren die Berner bis in die Haarspitzen motiviert. Da erstaunte es nicht, dass die Gäste in der 12. Minute durch Nicolas Kormann in Überzahl in Führung gingen. Das war für das bisher Gezeigte sogar verdient, denn die Solothurner kamen wie schon am Mittwoch nicht zu den ganz guten Möglichkeiten.

Doch kaum war der Puck wieder im Spiel, glich Freddy Stalder wieder aus. Die starke erste Formation der Zuchwiler war nicht nur für das erste Tor, sondern auch für das 2:1 verantwortlich. Zum Pausenstand traf der omnipräsente Beccarelli.

Das Zittern zum Ende

Das Mitteldrittel war das Beste der Gastgeber. Zwar gewannen sie es nur mit 1:0, aber das Tor von Steiner war der verdiente Lohn für den erhöhten Aufwand, den das Team auf sich nahm. Wiki versuchte zwar immer wieder Lücken aufzudecken, fand sie meist allerdings nicht. Den Bernern fehlte es doch an der spielerischen Klasse. Da musste mehr kommen, um den Leader ins Wanken zu bringen.

Tatsächlich startete Wiki-Münsingen furios in den dritten Abschnitt. In den ersten drei Minuten scheiterten die Berner gleich zweimal in einer Penalty-ähnlichen Situation an Simon Pfister. Der Hexer liess einmal mehr wenig zu und konsolidierte so den Vorsprung seiner Farben. Aber der Druck der Gäste nahm zu und Daniel Wegmüller verkürzte in der 48. Minute auf 3:2. Zuchwil verpasste es in der Folge, den Sack zuzumachen. Vier Minuten vor Ende der regulären Zeit sah sich Gerber sogar zu einem Time-out gezwungen. Der Trainer spürte, dass der Ausgleich in der Luft lag. Aber er fiel nicht, Pfister hexte weiter und sicherte die drei Zähler. Stefan Gerber nach der Partie: «Wir haben über zwei Abschnitte das gezeigt, was wir können. Wir hatten eigentlich alles im Griff, gaben den Match dann aber aus der Hand. Unsere Fehler und überhasteten Aktionen haben Wiki neuen Aufschub verliehen. Pfister rettete schliesslich den Sieg.»

Am kommenden Mittwoch gastiert Zuchwil Regio in Burgdorf. Der Spitzenkampf wird weiter Aufschluss geben, wie der Formstand der Solothurner derzeit ist.

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