Mit einem letzten Dreier konnte sich der EHC Zuchwil Regio einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Der Qualifikationssieg war bereits am letzten Samstag mit dem Erfolg über Basel klar. Dennoch zeigten sich die Verantwortlichen der Solothurner nicht ganz glücklich über den Gesamtverlauf der bisherigen Meisterschaft.

Immerhin resultieren aus der Rückrunde drei Niederlagen. Eine davon in Adelboden darf man als Ausrutscher abstempeln, aber dass die Mannschaft gegen Burgdorf und Lyss zwei direkten Kontrahenten unterlag, schmerzt. Deshalb ist auch die Vorfreude auf die Masterround, wo man gegen Wiki-Münsingen, Lyss, Burgdorf und Basel stets unter Druck sein wird, sehr gross. Die Zuchwiler wollen schon früh in der Saison zeigen, dass die Titelvergabe über sie läuft.

Team hat nach Steigerungspotenzial

Allerdings entspricht die Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt, noch lange nicht dem, was sich Woschakow und Weibel vorstellen. Das aggressive Forechecking klappt mittlerweile relativ gut, verpufft nach der Puckeroberung aber oftmals im offensiven Schlendrian. Letzterer ist das, was die Coaches auf die Palme bringt. Sie fordern Zug aufs Tor und viele Abschlüsse. Weiter bekundet Zuchwil Probleme mit den Strafen, es gab in der Qualifikation kaum Partien, in denen der Gegner mehr in der Kühlbox sass. Die Punkte gilt es spätestens bis zum Playoffstart zu korrigieren, ansonsten wird die Konkurrenz lauern.

Born zeichnet sich als Matchwinner aus

Zuchwil begann auswärts rassig und dominant, sie zeigten schnell, dass sie die zwei Zusatzpunkte wollten. Aber auch Brandis blieb über weite Strecken gefährlich, dies trotz relativ defensiver Grundaufstellung. Der erste Treffer fiel erst in der 39. Minute. Marco Müller traf bei Vier gegen Vier nach schönem Pass von Born. Die Führung war sicher verdient, denn Zuchwil machte mehr für die Partie, auch wenn ihnen bei Weitem nicht alles gelang und auch die Topchancen ausblieben. Nach zwei Drittel war der Ausgang noch völlig offen, Brandis witterte seine Chance. Dies sicher auch in Anbetracht dessen, dass man Zuchwil in der Hinrunde auch bereits in die Overtime zwingen konnte.

Den dritten Abschnitt begannen die Gastgeber stärker, sie mussten jetzt hinten ein wenig öffnen. Treffer waren aber auch in diesem Drittel Mangelware. In der 51. Minute hatte Captain Pistolato die Entscheidung auf der Schaufel. Aber der Routinier traf nur das Lattenkreuz, die Spannung blieb erhalten. Und tatsächlich bekamen die Emmentaler zwei Möglichkeiten, in Überzahl den Ausgleich zu erzielen. Die Gastgeber zeigten aber deutlich zu wenig, es fehlte die Präzision und das Tempo in den Kombinationen. Schliesslich traf Born noch ins leere Tor und konnte sich somit als Matchwinner auszeichnen.

Da auch Wiki gewann, gehen die Zuchwiler im Neuen Jahr mit zwei Längen Vorsprung auf die Truppe von Ex-Coach Stefan Gerber ins Rennen um die Playoff-Plätze.