Eishockey
Zuchwil müht sich beim Playoff-Auftakt zu einem 2:1-Sieg

Brandis hält dem Titelfavoriten der 1. Liga lange entgegen, verliert aber zum Auftakt der Viertelfinal-Serie 1:2. Für die Zuchwiler war es mehr Kampf als Glanz.

Stefan Siegrist
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Zuchwil mit Kaj Leuenberger (M.) rumpelt sich zum Auftakt-Sieg. Bieri

Zuchwil mit Kaj Leuenberger (M.) rumpelt sich zum Auftakt-Sieg. Bieri

Marcel Bieri

Qualifikationssieg – Masterroundsieg – grosser Favorit auf den 1.-Liga-Zentralmeistertitel. So kann man den bisherigen Saisonverlauf des EHC Zuchwil Regio kurz zusammenfassen. Ganz klar, die bisherigen Resultate, welche durchaus überzeugend waren, zählen in den Playoffs nicht mehr. Was bleibt, ist das Heimrecht, das sicher während den kommenden Wochen noch zu einem Vorteil werden kann. Aber Playoffs haben ihre eigenen Regeln, stets den gleichen Gegenspieler zu haben, verändert vielmals den Ablauf der Partie.

Ungemütlicher Gegner

Für Zuchwil war die Ausgangslage gegen Brandis insofern nicht eindeutig, dass man den wohl ungemütlichsten Gegner zugewiesen erhalten hat. In der Qualifikation konnte man zwar zwei Erfolge verbuchen, aber zu Hause mussten die Solothurner gar in die Overtime. Dass es nicht leicht werden würde, war schon nach wenigen Minuten in der Serie klar. Zuchwil diktierte zwar das Geschehen, die entscheidenden Aktionen vor dem Gehäuse blieben jedoch aus. Die Gäste präsentierten sich defensiv solid, mit der richtigen Taktik und sie nahmen auch in der Offensive verminderte Risiken. In der 14. Minute brachte Daniel Bieri die Emmentaler in Front. Mit einem sehr schön vorgetragenen Konter sicherte sich Brandis die Pausenführung. Aufgrund der Spielweise war dieses Resultat von Aussenseiter Brandis ganz und gar nicht gestohlen.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gastgeber die Pace. Zuchwil drängte stark auf den Ausgleich, zeigte aber doch eine gewisse Nervosität. Vor allem im Abschluss sündigte die Woschakow-Truppe vermehrt, etliche Male trafen sie auch Metall. Besonders auffallend waren die teils sehr ungenauen Pässe und dass die Solothurner nicht ihren gewohnten, schnellen und schnörkellosen Aufbau lancieren konnten. In der 34. Minute schoss Blatter das 1:1. Nach einer 2:1-Situation zusammen mit Rückkehrer Fabian Steiner traf der Center zum verdienten Ausgleich. Der dritte Abschnitt musste somit die Entscheidung herbeiführen, das hatte sich Zuchwil sicher auch leichter erhofft und erdacht.

Schwächen im Powerplay

Auch nach der zweiten Pause gelang es Zuchwil nicht, sich mehr als ein Chancenplus zu erarbeiten. Aber die Gegenstösse von Brandis wurden immer seltener und die Gäste mussten vermehrt zu unfairen Mitteln greifen. Doch die Strafen konnten die Solothurner überhaupt nicht ausnutzen, sie zeigten wie schon in der gesamten Saison eklatante Schwächen im Powerplay. Die Spannung spitzte sich zu, schon durfte man mit einer Verlängerung liebäugeln. Doch dann traf Fabian Steiner ins Schwarze. Angemessen an den Investitionen war das Goal sicher verdient, auch wenn Brandis-Torhüter Gasser für einmal unglücklich aussah. Die Freude über den Treffer war gross, dies unterstreicht die Tatsache, dass sich die Zuchwiler sehr schwertaten. Aber in den Playoffs zählt einzig der Sieg und den hat Zuchwil Regio errungen. Am Samstag geht es in Hasle-Rüegsau weiter.