Die Leistungen des EHC Zuchwil Regio waren bisher ansprechend bis gut. Mit dem bisher Gezeigten dürfen sich die Verantwortlichen sicher auf dem richtigen Weg wähnen. Aber mit der Disziplin ist man noch nicht im Reinen. Seit Anfang dieses Jahres nehmen die Zuchwiler meist mehr Strafen als der Gegner und beweisen in hektischen Situationen oftmals wenig Cleverness. Dies war sicher auch mit ein Grund, dass der Playoff-Final im März verloren ging.

Russische Disziplin

Dies ist allerdings längst passé, die Zeiten haben sich geändert. An der Bande steht neu ein General, der nach alter Schule regiert und eiserne Disziplin fordert. «Damit sind wir überhaupt noch nicht zufrieden», sagte auch Assistenzcoach Max Weibel nach dem 10:3-Erfolg letzten Samstag in Aarau.

20 Minuten waren vorbei und der Favorit lag vor heimischer Kulisse überraschend mit 0:2 hinten. Was war passiert? Die Zuchwiler begannen die zweite Heimbegegnung passiv und ohne Elan. Die Gäste aus Adelboden agierten gewohnt kämpferisch. Immer wieder blockten die Berner die Zuchwiler Angriffe früh und leiteten umgehend geschickt ihre Offensive ein. In der 15. und 17. Minute schlug es hinter Pfister zwei Mal ein.

Zum Schluss erneut souverän

Trainer Wotschakow musste seine Leute mobilisieren. Wie schon einmal in dieser Saison, scheinen die Pausenreden des Russen sehr gut zu wirken. Nur gerade 52 Sekunden waren im Mittelabschnitt absolviert und Pistolato und Gfeller hatten für Zuchwil zum 2:2 gestellt. Der Match konnte neu lanciert werden. Dies mit dem Unterschied, dass das Heimteam nun agiler und deutlich variabler auftrat. Die Treffer erzielten die Solothurner nun ebenfalls, sie fanden die Lücken in der Adelbodner Verteidigung. Müller stellte mit einer Doublette das 4:2 her.

Dominantes Angriffshockey

Nach der zweiten Pause trat Zuchwil so auf, wie es das in der vergangenen Saison mit einem Vorsprung jeweils tat. Dominant, mit kontrolliertem Angriffshockey und einer soliden Defensive. Dazu kam an diesem Abend auch ein passable Disziplin, sodass diese Mannschaft in der neuen Meisterschaft nur schwer zu bezwingen sein wird. Für die Treffer im dritten Abschnitt zeigten sich Captain Pistolato und Gfeller verantwortlich.