Eishockey 1. Liga

Zuchwil erkämpft sich in Basel den Sieg in extremis

Captain Marco Müller war der Zuchwiler Matchwinner.

Captain Marco Müller war der Zuchwiler Matchwinner.

12 Sekunden vor Schluss erzielt Captain Marco Müller in Überzahl den 2:1-Siegtreffer für den EHC Zuchwil Regio gegen Basel.

Mit vier Siegen in Folge im Gepäck reiste der EHC Basel ins Sportzentrum Zuchwil. An Moral fehlte es der Truppe von Coach Reto Waldmeier also nicht. Beide Mannschaften hatten die Chance, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Doch alles, was im Verlauf der ersten 40 Minuten an zählbarem resultierte, war ein Haufen Strafen.

«Wir hätten das Spiel in dieser Phase entscheiden können – ja müssen», sagte Zuchwil-Stürmer Thomas Rohrbach. Dies umso mehr, als dass die Solothurner nach der zehntägigen Pause wieder auf bewährte Kräfte bauen konnten. Solche, die zuvor krank oder angeschlagen nicht zur Verfügung standen. «Die Pause hat uns allen gut getan und gibt uns vorne und hinten wieder etwas mehr Luft», so der 28-jährige Rohrbach.

Mit der letzten Chance 

Der Sanitär-Projektleiter war es schliesslich, der 132 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels den Bann brach und das 1:0 für die Gastgeber markierte. Ein extrem wichtiges Tor in einem Spiel der vielen, beidseits vergebenen Chancen. «Ich hatte zuletzt etwas eine Torflaute, insofern hat der Treffer mir und der Mannschaft gut getan», so Rohrbach. In der 49. Minute war es freilich Joshua Schnellmann, der für Basel wieder auf 1:1 stellte.

Nach diesem Tor stürmten die «Beppis» dem zweiten Treffer entgegen, wurden aber regelmässig vom starken Zuchu-Keeper Sandro Zaugg gestoppt. Als fünf Minuten vor Schluss Marco Müller für 2-mal zwei Minuten auf die Strafbank wanderte, war das die Chance für Basel, die Partie zu entscheiden. Doch das Unterfangen scheiterte - und wie. Ein Wechselfehler der Basler eröffnete Zuchwil 43 Sekunden vor Schluss die Chance zum letzten Powerplay. Just Müller war es, der dieses nutzte und 12 Sekunden vor dem Ende zum glücklichen 2:1 einschoss. Ein Sieg kostbar für die Moral - und die kann man immer brauchen.

Jetzt gehts in die Berge

Der nächste Gegner für die Zuchwiler, die sich nun zusehends in der «Playoff-Gruppe» ihrer Gruppe etablieren, heisst am Mittwoch Adelboden. Just jenes Adelboden also, gegen das sich die Solothurner im Heimspiel mit einer 1:5-Pleite arg blamiert hatten. «Es nie einfach, auf dem «Hoger» oben zu gewinnen. Das sind zähe Burschen da. Aber wenn wir unsere Möglichkeiten abrufen, sollte es möglich sein», sagt Thomas Rohrbach. Das sollte man meinen, immerhin grüsst Adelboden nach wie vor vom Tabellenende.

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