Eishockey
Zuchwil erfüllt die Pflichtaufgabe souverän

In einer Einbahn-Partie Richtung Adelbodner Tor holte sich Zuchwil mit 9:0 den nächsten Erfolg und bleibt souverän Leader. Allerdings wurden den Solothurnern wegen Einsatz eines gesperrten Akteurs drei Zähler gegen Brandis abgezogen.

Stefan Siegrist
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Zuchwils Captain Marco Pistolato (l.)

Zuchwils Captain Marco Pistolato (l.)

Marcel Bieri

Der Leader gegen die rote Laterne wiederspiegelt die Affiche Zuchwil gegen Adelboden. Wie gross die Differenz zwischen diesen beiden Mannschaften ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Zuchwil Regio hat nach zwölf Partien erst eine Niederlage auf dem Konto, bei Adelboden steht dagegen erst ein mickriges Pünktchen auf dem Konto. Alles andere als ein hoher Erfolg für Zuchwil wäre somit eine Sensation gewesen.

Eine Klasse besser

Und wie sich die Ausgangslage in ihrer vollen Deutlichkeit präsentierte, so kam es auch. Nach nur 30 Sekunden eröffnete Von Dach das Skore und nach dem Startabschnitt stand es bereits 5:0. Für die Gastgeber, welche auf der ganzen Linie mindestens eine Klasse besser waren, trafen zwei Mal Beccarelli, Balen und Stalder. Die Gäste auf dem Berner Oberland wurden kalt geduscht und mussten offenbaren, warum sie in dieser Meisterschaft bisher noch zu keinem Erfolg kamen.

Forfait-Niederlage gegen Brandis

Nach 40 Minuten führte der EHC Zuchwil Regio mit 7:0. Die Solothurner nahmen nach dem Startfurioso das Tempo raus und spielten ab und an auch einen Pass zu viel. Das Schlusslicht kam aber noch immer nicht besser in die Partie, die Durchschlagskraft war mit derjenigen eines Hundes ohne Gebiss zu vergleichen. Die Treffer für Zuchwil markierten im zweiten Drittel Müller und Fabian Steiner.

Überzeugen konnte auf Seiten des Leaders vor allem der zweite Sturm mit Steiner, Beccarelli und Balen. Die drei vorbildlichen Kämpfer ernteten den Erfolg für ihr uneigennütziges Auftreten gepaart mit viel Biss und Engagement. Die anderen Linien steckten früh zurück, deshalb reichte es schliesslich auch nicht zum Stängeli.

«Ein Wunschtraum»

Zuchwil gewann durch die Tore von Reber und Leisi am Schluss 9:0. „Es wäre ein Wunschtraum, dass wir gleich weiter agiert hätten wie im Startdrittel. Aber dieses Phänomen, dass man automatisch Tempo rausnimmt, konnten wir nicht besiegen. 14 Minuten waren gut, der Rest Pflicht", so ein klares Fazit von Zuchwil-Trainer Stefan Gerber.

Am Rande der Partie wurde klar, dass Zuchwil gegen Brandis in der Vorrunde eine 5:0-Forfait-Niederlage hinnehmen muss. Dies weil der eigentlich gesperrte Schäublin im Kader stand. Den Fauxpas nimmt Präsident Ulrich klar auf sich: „Ich habe mich bei der Mannschaft entschuldigt, es ist mein Fehler." Somit haben die Zuchwiler nicht sieben, sondern vier Zähler Vorsprung auf das zweitplatzierte Burgdorf. Das Ziel indes bleibt das Gleiche, Gerber: „Wir nehmen Spiel für Spiel und wissen, dass es immer sehr schwierig wird."