Eishockey

Zuchwil dreht Burgdorf die Luft ab und gewinnt erstes Finalspiel

In der ersten Finalpartie der Best-of-Five-Serie setzte sich Favorit Zuchwil Regio zu Hause mit 4:2 durch. Die Solothurner überzeugten zwar nicht auf ganzer Länge, präsentierten sich allerdings in der Defensive sehr solid.

Es war ein hartes Stück Arbeit, von einem Durchmarsch kann keine Rede sein. Zuchwil Regio hatte vor allem im Halbfinal mit Wiki-Münsingen einen starken Rivalen erhalten. Wie vor Jahresfrist mussten die Solothurner in die «Belle», welche sie letzten Dienstag mit 7:2 für sich entschieden. Finalgegner Burgdorf kam gegen Aarau in vier Partien durch, bekundete allerdings ebenfalls viel Mühe. Für die Emmentaler lief in erster Linie die zweite Partie schlecht. Trotz Erfolg verlor man mit Renato Schütz und Martin Muralt zwei ganz wichtige Center durch Verletzung oder Sperre. Ob diese Hypothek zu schwer ist, musste sich zeigen. Zuchwil Regio ist auf der Centerposition mit Steiner, Müller und Schlup sicher top besetzt.

Früh in der Partie liess Burgdorf eine einfache und sogar eine doppelte Überzahlsituation ungenutzt. Zuchwil präsentierte sich hinten stabil, aggressiv in den Zweikämpfen und auch Torhüter Pfister hatte schnelle Beine und machte rasch alles dicht. Ganz anders ging das als die Gäste die erste kleine Strafe hinnehmen mussten. Zuchwil brauchte nur 28 Sekunden und schon lag der Puck im Netz und Müller durfte sich als erster Torschütze der Finalserie feiern lassen. Dieser Treffer blieb der einzige im Startabschnitt. Dies obwohl die Burgdorfer optisch leichte Vorteile besassen.

«Mit 30 Minuten kann ich zufrieden sein»
In der 22. Minute war die Begegnung wieder ausgeglichen. Für die Emmentaler konnte sich Blaser als Torschütze auszeichnen. Der Lohn für das Engagement der Gäste war gerechtfertigt. Die Burgdorfer powerten weiterhin und nahmen das Diktat in die Hände, die Gastgeber hielten zu diesem Zeitpunkt oftmals viel zu lange den Puck. Es war für die Gerber-Truppe nicht einfach, denn Burgdorf machte auf der gesamten Eisfläche die Räume eng und konnte durch seine hohen läuferischen Qualitäten viele Löcher schliessen. Aber auch das zweite Powerplay von Zuchwil endete erfolgreich, diesmal markierte Born einen völlig freiliegenden Abpraller.

In der Folge waren die Zuchwiler die bessere Equipe, denn sie besassen bessere Beine und passten rapider. Burgdorf zollte für seine Laufarbeit Tribut und kam nun oftmals einen Schritt zu spät. Zuchwil verstand es jedoch nicht, die Druckperioden auch in Tore umzumünzen. Nach einem gewonnen Bully von Müller traf Captain Pistolato dann doch noch zum 3:1. Dies war die Vorentscheidung im ersten Match. Burgdorf kam ohne Torhüter zwar kurz vor Schluss nochmals ran, zum 4:2-Endskore traf unmittelbar darauf aber auch noch Stefan Wüthrich.

Zuchwil-Coach Gerber: «Mit dem Sieg und 30 Minuten bin ich zufrieden. Der Mittelabschnitt ging allerdings gar nicht. Da hatten wir ein wenig Glück, denn es mag kein Nachlassen leiden. Je länger wir die Scheibe trugen, desto einfacher machten wir es den Burgdorfern, die Räume zuzumachen. Das hat im dritten Drittel dann wieder weit besser geklappt.» Weiter geht es am Dienstag in Burgdorf.

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