Fussball
Zu wenig effizient, um dem Topfavoriten ein Bein zu stellen

Der FC Solothurn trat gegen das favorisierte Xamax zwar keck auf, unterlag am Ende aber doch mit 0:3. Die Westschweizer führen die effizientere und feinere Klinge.

Pius Rüegger
Drucken
Teilen
Solothurns Raphael Walther.

Solothurns Raphael Walther.

Marcel Bieri

Von der Super-League-Ambiance bei ihrer Premiere in der modernen Maladière liessen sich die im Schnitt 19-jährigen Solothurner nicht beeindrucken, obwohl die Gäste letztlich mit 0:3 unterlagen. Die Solothurner agierten gegen Xamax frech und forsch. Der Lohn mit einem Eckball (6.) sowie zwei Torschüsse von Titton (12., 17.) blieb jedoch bescheiden.

«Bin zufrieden»

Mit ihrem Selbstvertrauen trugen die Besucher wesentlich zu einer animierten Partie bei. «Mit unserer Leistung und unserem Auftritt bin ich hoch zufrieden, wobei, mit etwas mehr Qualität im Abschluss könnte unser Konzept aufgehen», analysierte FCS-Trainer Patrik Grolimund. Nachdem sich der Gruppen-Topfavorit auf den Gast eingestellt hatte, kamen dessen Stärken besser zum Tragen. Das Spiel in die Tiefe auf die spritzigen Rodriguez und El Allaoui wurde für die Defensive der Solothurner und Torhüter Trittibach vielfach zum Prüf-stein. So erhielt in der 26. Minute Rodriguez rechts frei den Ball und El Allaoui traf zentral aus vollem Lauf zum 1:0.

Versucht Tempo zu machen

Nach diesem Dämpfer traten die technischen, athletischen und taktischen Vorteile des Leaders klarer hervor. Auch in Unterzahl nach der Tätlichkeit von Chatton an Hunziker (60.) – der Schiedsrichter pfiff Foul für Xamax – litt die Spielanlage der Romands nicht. Als Rodriguez zudem aus dem Rückraum (72.) auf 2:0 erhöhte, versteckten sich die Solothurner keineswegs. Vielmehr versuchten sie weiterhin, Tempo zu machen. «Wir haben es ihnen schwierig gemacht, unsere Haut so teuer wie möglich verkauft», sagte Grolimund. Das dritte Tor mittels direkt unhaltbar verwandeltem Freistoss durch Ziegler war dann doch das eine zu viel für die willigen Solothurner (89.).