Der «neue» FC Solothurn präsentierte sich im ersten Heimspiel gegen Zofingen nach der Derby-Niederlage in Grenchen klar verbessert. Die «jungen Wilden» (O-Ton ihres Trainers Patrik Grolimund) konnten trotzdem noch nicht ihre ersten Punkte einfahren. Der Abschlussbereich offenbarte sich auch im eigenen Stadion als Problemzone. «Unsere Chancen waren nicht überzeugend, aber wir hatten Chancen», erkannte der neue FCS-Trainer. Im Gegensatz zur Vorwoche strebten die Gastgeber den tempostarken Aufbau in die Spitze an.

Neue Reize gesetzt

Diese Aufgabe wurde den neu in die Startelf nominierten Hunziker (rechts) und Kara (links) zuteil. «Ich wollte neue Reize setzen, denn beide überzeugten mit hervorragenden Ausdauertestergebnissen und auf den Aussenbahnen Tempo machen», erklärte Grolimund. Die grosse Laufbereitschaft und die rigoros unerschrocken geführten Zweikämpfe lösten viel Spielfluss und intensive Laufduelle aus. Die offensive Ausbeute blieb jedoch bescheiden: Walther schoss knapp daneben (9.). Oezdemir sah seinen Flachschuss nach erfolgreichem Zweikampf von Alexov gehalten (15.). Burkhalter wurde gestoppt, weil der Spielleiter ein Strafraumfoul von ihm sah (35.). «Unsere Offensive profitierte noch nicht davon, weil wir zu wenig in den Strafraum kamen», sah es der Trainer.

Spielrhythmus flachte ab

Ihren trotz grosser Hitze angeschlagenen hohen Rhythmus konnten die Platzherren nach der Pause nicht mehr durchziehen. Zudem konnten sich die Aargauer Gäste besser auf den Platzklub einstellen. Und Solothurn liess seine Chancen erneut ungenutzt. Walther von Brica liess sich im Strafraum vom Ball trennen (50.), Alexov boxte den 20-m-Schuss von Oezdemir zur Ecke (52.). Auch Zofingen fallierte vorerst: Kovacevic traf den Pfosten (57.), schoss rechts daneben (59.), und Hasani blieb an Trittibach hängen (64.).

Zofingen trifft in der 71. Minute

Der Matchentscheidung ging ein missglückter Kopfball des unbedrängten Igiehon auf Flanke Oezdemirs voraus (71.). Im Gegenzug über die stärkere linke Seite verwertete Gäste-Captain Kovacevic eine Massflanke von Tastemel mit einer Direktabnahme zum einzigen Treffer (72.). «Es war Pech für Kohler, dass sein Gegenspieler für einmal durchkam», sagte Grolimund. Der 18-jährige Aussenverteidiger überzeugte ansonst mit gutem Auge und grossem Einsatz. Auf diesen Rückstand konnten die Ambassadoren nicht mehr reagieren. «Unsere Passqualität litt zusehends und viele Fehler einfacher Natur wirkten sich aus», analysierte Grolimund.