Weissenstein
Zindel auf dem Weissenstein mit La-Ola-Welle verabschiedet

3000 Festbesucher und viele Höhepunkte am traditionellen Bergkranzfest auf dem Weissenstein. Es war gleichzeitig auch der Abschied von Thomas Zindel. Der dreifache eidgenössische Kranzschwinger hört Ende Saison auf.

Armin Leuenberger
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Impressionen von der Weissenstein-Schwinget 2012
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Impressionen von der Weissenstein-Schwinget 2012
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Impressionen von der Weissenstein-Schwinget 2012

Solothurner Zeitung

Regelmässig ziehen auch am 61. Weissenstein-Schwinget von der starken Bise getriebene, graue Wolken über die Kreten hinter dem Kurhaus und verdecken immer wieder die wärmenden Sonnenstrahlen. Da und dort sieht man Schwinger zwischen den einzelnen Gängen mit Handschuhen an den Händen sich die Zeit vertreiben. Erinnerungen an das Regen- und Sturmfiasko vom letzten Jahr werden wach. Am Mittag hellt sich zur Freude der rund 3000 Zuschauer der Himmel jedoch endgültig auf.

Die Schwingerarena auf der grossen Bergmatte hinter dem Sennhaus, wo der Anlass seit 2005 durchgeführt wird, nimmt von Jahr zu Jahr grössere Dimensionen an und bietet heute gut 3000 Besuchern Platz, darunter rund 2000 komfortable Sitzplätze. Was für Dimensionen der Schwingsport in den letzten Jahren erreicht hat, das wird auch an einem Stand des OK ESAF 2013 in Burgdorf klar. An diesem Stand mit einem überdimensionalen Emmentalerkäse mit riesiger Schwingerhose werden Sennenhemden, T-Shirts, Dächlikappen, moderne Chüiermutze und dergleichen angeboten. Aber auch einige Zahlen versetzten die Besucher in Staunen. So werden am «Eidgenössischen» über eine Viertelmillion Besucher erwartet, das Festgelände erstreckt sich über 90 Hektaren Land. 70000 Helferstunden werden geleistet, und neben 200 OK-Mitgliedern stehen auch über 3000 freiwillige Helfer im Einsatz.

Von seinem Solothurner Publikum verabschiedet hat sich gestern Thomas Zindel. Der stets faire und äusserst sympathische Turnerschwinger hängt mit 34 Jahren Ende Saison die Schwingerhosen an den berühmten Nagel. Der dreifache eidgenössische Kranzschwinger, sechsfache Kranzfestsieger und Gewinner von insgesamt 71 Kränzen reihte sich auch auf dem Solothurner Hausberg fünfmal unter die Kranzgewinner. Der diplomierte Steuerexperte vom Schwingklub Solothurn bestreitet in den nächsten Wochen noch das Bergkranzfest auf dem Brünig sowie das Nordwestschweizerische Verbandsfest. Nach dem 6. Gang auf dem Weissenstein verabschiedet sich Zindel mit Worten des Dankes, und das Publikum dankt es ihm mit einer lang anhaltenden La-Ola-Welle. Darauf wirft er seine Schwingerhosen in den blauen Nachmittagshimmel.

Zuvor gab es für Zindel aber auch noch Ärger. Im 4. Gang wurde ihm aus schwer verständlichen Gründen als Gegner der Berner Christian Dick zugeteilt. Dies, obwohl der Berner Polizist anderthalb Punkte vor Zindel klassiert war. Mit dem «Gestellten» fiel der Solothurner ausser Rang und Traktanden. Er hatte keine Möglichkeit mehr, den 6. Kranz auf seinem Berg zu realisieren. Statt eine Koalition Solothurn/Aargau gegen die Berner Übermacht zu bilden, opferte man so den Günsberger auf fahrlässige Weise. Das zeigt wenig Einfühlungsvermögen und kommt einer Strafexekution gleich.

Die Schwingfestbesucher sind sehr aufgeschlossene Leute. In Zeiten modernster Kommunikationsmöglichkeiten wollen sie stets auf dem Laufenden sein über das Geschehen in den Sägemehlringen. Zwischenranglisten, Einteilungslisten und sofort angebotene Schlussranglisten und dergleichen, gehören heute zur Pflicht. Seit Jahren ist dafür die Grenchner Familie Hansruedi Zumstein verantwortlich. In zuverlässiger Manier erledigen Gattin Therese und Tochter Tanja diesen Service zur vollen Zufriedenheit von Publikum und Medien.

Nicht weniger wichtig ist aber auch die Festwirtschaft unter der Leitung von Adrian Guldimann. 40 externe Helferinnen und Helfer von Sponsor Migros und 80 Freiwillige aus Vereinen stehen im Einsatz.