Volleyball-NLA

Zehn NLA-Saisons, vier Medaillen und ein Cupfinal: Die Meilensteine von Volley Schönenwerd

Dritter Platz, vierte Medaille der Klubgeschichte und viele strahlende Gesichter: In der Saison Saison 2018/19 befindet sich Volley Schönenwerd auf der Sonnenseite der Liga.

Volley Schönenwerd startet bald nicht nur in seine 40. Meisterschaftssaison, sondern auch in seine zehnte Saison in der NLA. Dabei darf der Verein gleich auf mehrere Meilensteine zurückblicken. Dazu gehört unter anderem der Einzug in die Betoncoupe-Arena.

Volley Schönenwerd zählt nicht nur zehn Saisons in der NLA, es wartet auch die zehnte in Serie in der höchsten Liga. Beim ersten Anlauf 1996/97 konnten sich die Niederämter nicht etablieren; erst mehr als zehn Jahre später. Auf einen Titel wartet «Schöni» seither zwar, es wird auch diese Saison schwer; ein zweiter und drei dritte Plätze sind aber auch keine schlechte Ausbeute. Ein weiterer Meilenstein: der Einzug in die Betoncoupe-Arena Anfang 2018.

Saison 2010/11: 6. Platz

Nachdem Roland Häfliger und Daniel Bühlmann den Klub in die NLA geführt hatten, wurde Marco Bonaria Headcoach der Schönenwerder. Der brasilianische Passeur Denis Milanez, Libero Marco Heimgartner und Punktegarant Jan Schnider verstärkten das Kader um Marco Fölmli, Mark Bächli, Gabriel Bartholdi, Daniel Bossart, Reto Giger, Leandro Gerber, Florian Lier, Benny Beyeler und Simon Widmer. Die Saison endete auf Platz sechs.

Saison 2011/12: 4. Platz

Mit dem Australier Paul Sanderson holt Schönenwerd einen spektakulären zweiten Ausländer. Weitere Verstärkungen: Christoph Hänggi (Mitte) und Noah Eichenberger (Diagonal). Im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr dabei: Widmer, Beyeler und Bächli. «Schöni» verbessert sich um zwei Plätze.

Saison 2012/13: 3. Platz

Die erste von bisher vier Saisons unter Trainer Bujar Dervisaj. Das Kader bekommt diverse Anpassungen: Bartholdi und Fölmli beenden ihre Karrieren, Sanderson zieht weiter. Ersetzt werden sie durch den Dominikaner Pedro Garcia Toribio, Fabian Brander und Simon Hofstede. Etienne Hagenbuch wird zweiter Libero. Nach Platz drei in der Finalrunde bezwingt Schönenwerd Genf um Bronze.

Saison 2013/14: 2. Platz

Die beste Saison in der Klubgeschichte: «Schöni» zieht in den Final ein, bleibt gegen Lugano aber chancenlos. Silber sichern sich auch der Kroate Fran Peterlin, welcher Garcia Toribio ersetzte, der Pole Marcin Malicki (Mitte) und der Deutsche Lucian Jachowicz (Pass). Mit den Angreifern Luca Müller und Lorenz Eichhorn wurde das Team zusätzlich verjüngt. Nicht mehr dabei: Milanez.

Saison 2014/15: 5. Platz

Bossart beendet seine Karriere, Hagenbuch, Jachowicz, Malicki und Brander verlassen den Verein. Der Australier Jordan Richards (Aussen), Christopher Frame (Mitte), Leon Dervisaj (Pass) und der Lette Viktors Korzenevics kommen. In der Liga schaut nur Platz fünf heraus, dafür gelingt der Einzug in den Cupfinal – dramatische 2:3-Niederlage gegen Lausanne nach Matchbällen.

Saison 2015/16: 5. Platz

Assistent Nikolas Buser steigt zum Cheftrainer auf. Die Veränderungen im Kader: der US-Amerikaner Cody Kessel für Korzenevics in der Mitte, Noel Giger für Noah Eichenberger auf der Diagonalposition und mit Julian Fischer ein zweiter Libero. Florian Lier hört auf, Eichhorn zieht es nach Luzern. Das Team verpasst eine Steigerung zur Vorsaison.

Saison 2016/17: 3. Platz

Jan Schnider, langjähriges Aushängeschild des Klubs, beendet seine Karriere. Der Spanier Daniel Rocamora, der Nachfolger auf der Diagonalen, entpuppt sich als Transfercoup. Er wird in seiner ersten Saison als wertvollster Spieler der NLA ausgezeichnet und hat grossen Anteil daran, dass sich die Schönenwerder auf Platz drei verbessern. Trotz der vielen Rochaden; auch Libero Heimgartner beendet seine Karriere, Zuspieler Reto Giger wechselt zu Näfels und die beiden Ausländer Kessel und Richards verlassen den Klub ebenfalls. Die Abgänge werden mit Marko Kesten (Mitte), dem Kroaten Fran Peterlin, dem Esten Kristo Kollo, dem Mexikaner Carlos Guerra (alle Aussen) und Sébastien Chevallier (Pass) kompensiert. Der neue Trainer heisst Zharko Ristoski.

Saison 2017/18: 6. Platz

Mit Noel Giger, Kesten, Frame, Chevallier, Peterlin und Guerra trennt sich Schönenwerd von einem halben Dutzend Spielern. Sie werden mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs und der Reserve ersetzt: Yves Roth (Diagonal), Dominic Häfliger, Irian Mika (beide Aussen), Mathis Jucker (Pass) und Mischa von Burg (Mitte). Unter dem neuen Trainer Rainer Vassiljev schaut nur ein enttäuschender sechster Platz heraus.

Saison 2018/19: 3. Platz

Bujar Dervisaj ist zurück. Sohn Leon verlässt den Klub in Richtung Deutschland. Neuer Passeur wird der US-Amerikaner Scott Fifer. Wegen der Rücktritte von Hänggi und Hofstede gibt es eine Lücke bei den Mittelblockern, die mit Rückkehrer Frame und Nationalspieler Samuel Ehrat gefüllt wird. Den Angriff verstärken Luca Ulrich, ebenfalls ein Nationalspieler, und der Pole Marcin Ernastowicz – den Esten Kollo zieht es nach zwei Saisons weiter. Weil Rocamora im Verlauf der Saison verletzt ausfällt, muss mit dem Montenegriner Milos Culafic nachgerüstet werden. Resultat: dritter Platz und vierte Medaille der Klubgeschichte.

Saison 2019/20

Die zehnte NLA-Saison in Serie ist die fünfte für Trainer Bujar Dervisaj. Sechs Zuzüge und ebenso viele Abgänge verzeichnete das Kader: Weg sind Rocamora, Mika, Culafic, Ehrat, Jucker und Dominic Häfliger. Das neue Passeur-Duo bilden der Pole Nikodem Wolanski und Jeremy Tomasetti (neu von Uni Bern). Janick Sommer, ein weiterer Ex-Hauptstädter, für die Mitteposition sowie die Eigengewächse Luca Häfliger und Leo Dillier (beide Aussen) und Luc Kiener (Libero) sind die weiteren Zuzüge.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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