Fussball 2. Liga

«Wir sind gut unterwegs» – FC Mümliswil rückt dank Sieg gegen Fulenbach auf Platz 3 vor

Nicola Ackermann sorgte in der 53. Minute mit seinem sechsten Saisontor für die Entscheidung gegen Fulenbach.

Nicola Ackermann sorgte in der 53. Minute mit seinem sechsten Saisontor für die Entscheidung gegen Fulenbach.

Nach einem durchzogenen Saisonstart wird der FC Mümliswil seinen Erwartungen gerecht und schlägt den kriselnden SC Fulenbach klar mit 5:2. Damit rückt das Team von Remo Bürgi in der 2. Liga auf den dritten Platz vor. Nun fehlen den Mümliswiler noch vier Punkte, um ihr Vorrunden-Ziel von 16 Punkten zu erreichen.

Der FC Mümliswil scheint sich im Frühjahr wohler zu fühlen als im Herbst. In den sechs Saisons seit dem Aufstieg waren die Mümliswiler nur einmal in der Vorrunde besser als in der Rückrunde. Negativpunkt war die vergangene Saison mit nur sechs Punkten nach der ersten Saisonhälfte. Nach dem klaren Heimsieg gegen Fulenbach am siebten Spieltag stehen die Guldentaler nun bei zwölf Punkten – vier Siege und drei Niederlagen. 16 sind laut Trainer Remo Bürgi das Ziel: «Wir sind gut unterwegs.» Seine Mannschaft bezwang vor Fulenbach bereits den FC Biberist, FC Oensingen und FC Klus/Balsthal. Die Niederlagen gegen das Spitzenduo Iliria und Bellach fielen deutlich aus, den Auftakt vergeigte Mümliswil in Lommiswil. «Wir haben immer Mühe dort. Ich weiss nicht, ob es am Platz oder am Gegner liegt. Sie haben es einfach gut gespielt.»


Ein Fehler und ein Traumtor von Janik Disler

Gegen den noch sieglosen SC Fulenbach legte Mümliswil nach gut zwanzig Minuten verdient vor. Elia Bader verwertete die Flanke von Robin Disler per Kopf zu seinem dritten Saisontor. Die Gastgeber waren spielbestimmend, machten sich das Leben aber selbst schwer. Mit seinem misslungen Klärungsversuch lancierte Janik Disler in der 34. Minute SCF-Aussenläufer Luan Spielmann, der Fabio Gradwohl im Tor der Mümliswiler mit einem Lupfer bezwang. Rund fünf Minuten später bügelte Disler seinen Fauxpas wieder aus, indem er einen Freistoss aus gut zwanzig Metern via Innenpfosten ins Tor zirkelte und für die 2:1-Pausenführung Mümliswils sorgte.


«Wir wollten nach der Pause noch einmal Druck machen und nachlegen», erklärte Bürgi die Taktik. Zuerst verpasste Bader im Fallen (49.), dann Janik Disler nach einem Solo mit einem Vollspannschuss (52.). Es war schliesslich Nicola Ackermann, der eine Flanke von Bader verwertete und auf 3:1 erhöhte (53.). Und keine Zeigerumdrehungen später legten die Mümliswiler noch einen drauf. Adrian Kamber knallte den Ball von der Strafraumgrenze in die hohe Torecke. Die Fulenbacher waren gedanklich immer noch irgendwo zwischen Pausentee und dem dritten Gegentor.


Doch die Gäste liessen sich in der Folge nicht vorführen, fanden über den Kampf zurück ins Spiel und kamen in der 77. Minute immerhin noch zu ihrem zweiten Tor. Wieder profitierte Fulenbach von einem Bock des Heimteams. Der Rückpass des ansonsten herausragenden Innenverteidigers Rafael Disler geriet in der 77. Minute viel zu kurz. Sandro Albuquerque spekulierte richtig, zog alleine auf Mümliswils Torhüter Fabio Gradwohl los und liess diesem mit seinem Flachschuss keine Abwehrchance. Die Fulenbacher liessen noch weitere Möglichkeiten aus, für den Schlusspunkt sorgte wiederum der FC Mümliswil. Das fünfte Tor war eine Co-Produktion zweier eingewechselter Spielern; Roger Wyser bediente Philippe Wehrli.

Die zweiwöchige Pause kommt sehr gelegen


Bürgi sprach hinterher von einer «ordentlichen Leistung, aber nicht super, mit einer starken Phase nach der Halbzeit». Er hatte zuletzt einige Absenzen und angeschlagene Spieler zu beklagen. So hätten in der Schlussphase etwas die Kräfte gefehlt. «Ich bin froh, dass wir jetzt zwei Wochen Pause haben.» Am 12. Oktober empfängt der FC Mümliswil den FC Subingen. Danach warten zum Abschluss der Vorrunde noch Härkingen und Wangen bei Olten. Vier Punkte fehlen, dann haben die Mümliswiler das erste Etappenziel geschafft. 16 Punkte würden die zweitbeste Vorrunde seit dem Aufstieg bedeuten; 19 Punkte aus der Saison 2014/15 sind übrigens der Rekordwert. Für den SC Fulenbach, der weiter auf seinen ersten Saisonsieg wartet und auf Platz zehn liegt, geht es bereits am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen den FC Bellach weiter.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

Meistgesehen

Artboard 1