Leichtathletik
«Wir möchten noch weiter wachsen»

239 Läufer starteten bei den dritten Wiedlisbacher Lauftagen – Favorit Hansruedi Mathys triumphierte.

Hans Peter Schläfli
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Solothurner Zeitung

Mit Trompeten und Fanfaren wurden die Läufer in der Kurve vor dem Kornhaus empfangen. Die «Stedtlihüpfer» sorgten für Stimmung auf den letzten Metern, bevor es mitten in der historischen Wiedlisbacher Kulisse über die Ziellinie ging.

Alle machten mit, bei den dritten Wiedlisbacher Lauftagen. Alt und Jung, Leistungssportler und Hobbyläufer, Gemeinderäte und «ganz Gewöhnliche». Mit der 159 war sogar ein früherer Kandidat auf den Mister-Schweiz-Titel am Start. Während es aber für Roland Glutz, wie für die meisten Teilnehmer, darum ging, eine möglichst gute persönliche Leistung zu zeigen, zog vorne mit der Nummer 4 der Favorit Hansruedi Mathys davon. Rasch hatte der Büetiger ein paar Meter zwischen sich und den hartnäckigsten Verfolger, den Deitinger Christian Ackeret, gebracht.

«Ich habe es gerne heiss, der starke Sonnenschein kam mir entgegen», sagte Mathys, der seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte. «Mir liegen flache Läufe, an denen ich ein hohes Tempo vorlegen kann.» Sein Palmares zeigt aber, dass er auch andere Qualitäten hat. So gewann Hansruedi Mathys zum Beispiel letztes Jahr auch den Grenchenberglauf mit einer Höhendifferenz von rund 800 Metern.

Mathys hat sich vorgenommen, an möglichst vielen der weiteren sieben Läufe in der Region teilzunehmen, von denen der nächste der Buchsilauf am 30. April ist. Nicht nur, weil er gerne siegt oder weil es schöne Preise zu gewinnen gibt, sondern auch weil ihn die «Rönners Team Trophy», die Teamwertung reizt. «Als Läufer ist man meistens auf sich alleine gestellt. Da ist es eine schöne Abwechslung, wenn man als Dreierteam an einem Lauf teilnimmt.»

Als der Wiedlisbacher 2008 zum letzten Mal als Waffenlauf ausgetragen wurde, fand eine 55-jährige Tradition ihr Ende. Aber nicht alle wollten sich damit abfinden. Peter Zysset half mit, den Wiedlisbacher von seiner militärischen Vergangenheit in eine zivile Zukunft als Wiedlisbacher Lauftage zu führen. Die Entwicklung scheint dem OK-Präsident, der selber gar kein Läufer ist, recht zu geben: Bei der dritten Durchführung nahmen am Hauptlauf bereits 239 Läuferinnen und Läufer teil, was eine Steigerung von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. «Wir möchten noch weiter wachsen. Es ist für die vielen Helferinnen und Helfer sehr schön, wenn sie sehen, dass ihre Arbeit geschätzt wird», sagte Zysset. Und er verspricht: «Wenn es so weiter geht, dann werde ich an den zehnten Wiedlisbacher Lauftagen erstmals selber starten.»

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