Beachvolleyball
«Wir können noch zusammen ein Bier trinken»

Nach der Trennung von Partner Philip Gabathuler spielt Jan Schnider neu bei seinem Stammverein Schönenwerd in der NLA. Vom Beachvolley hat der 28-jährige Oensinger aber noch nicht genug.

Jonas Burch
Drucken
Teilen
Hat «viele offene Fragen» zu klären: Jan Schnider. zvg

Hat «viele offene Fragen» zu klären: Jan Schnider. zvg

Jan Schnider, empfinden Sie nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner Philip Gabathuler Wehmut oder Erleichterung?

Jan Schnider: Von beidem etwas. Erleichtert bin ich sicher insofern, dass wir unsere Trennung nun öffentlich gemacht haben, und wir uns damit einen gewissen Druck nehmen konnten. Kurz gesagt, es herrschen jetzt klare Verhältnisse. Nach allem was Philip und ich durchgemacht haben, ist es anderseits schade, dass eine Ära zu Ende geht. Schliesslich war die Trennung aber sicherlich der richtige Schritt, da wir schlicht nicht mehr an einen gemeinsamen sportlichen Erfolg geglaubt haben.

Also sind die Trennungsgründe rein sportlicher Natur?

Ich denke, wir sind beide alt genug und professionell, um sachlich mit der Situation umgehen zu können. Deswegen verlief die ganze Trennung friedlich und absolut ohne böses Blut. Philip und ich sind nach wie vor Kollegen und bleiben auch weiterhin in Kontakt. Wir können uns jedenfalls noch normal unter die Augen treten oder zusammen ein Bier trinken. Die Schweizer Beachvolley-Szene ist ohnehin so überschaubar, dass man sich nur schwer aus dem Weg gehen könnte.

Gibt es bereits Kontakte zu einem neuen Partner?

Derzeit kursieren absolut keine Namen oder Sonstiges. Philip und ich haben demnächst ein Gespräch mit dem Verband, wo wir über unsere künftigen Möglichkeiten diskutieren. Klar ist, dass ich weiterhin professionell Beachvolley spielen will. Mit wem das sein wird, ist momentan noch völlig offen.

Sie spielen neu bei Schönenwerd in der NLA. Wie kam es dazu?

Schönenwerd ist mein Stammverein. Wir haben eine coole Truppe und es macht Spass in der Halle Volley zu spielen. Mir und dem Verein ist bewusst, dass dies nur eine Übergangslösung ist. Es geht vor allem auch darum, fit zu bleiben. Im Winter will ich, wieder ins Sandtraining einzusteigen.

Wo sehen Sie sich dann langfristig?

Das hängt in erster Linie sehr von den Gesprächen mit dem Beachvolley-Verband ab. Nach dieser Trennung gibt es viele offene Fragen. Wenn aber alle Umstände passen und ich irgendwann den richtigen Partner finde, bin ich bereit nochmals Vollgas zu geben. Da die Olympischen Spiele in London 2012 kein Thema mehr sind, wäre das nächste ganz grosse Ziel Rio 2016. Aber dieser Anlass ist noch so weit weg. Ich muss nun alles auf mich zukommen lassen. Optimistisch bin ich jedenfalls allemal.

Aktuelle Nachrichten