Solothurner 2. Liga

«Wir haben mit Muskeln und etwas Glück gewonnen»

Topskorer Avni Halimi schiesst den FC Wangen bei Olten zum 1:0-Sieg in Subingen und auf den zweiten Tabellenplatz. Der Leader der Solothurner 2. Liga heisst wieder FC Iliria.

Eine herausragende Aktion von Goalgetter Avni Halimi reichte dem FC Wangen bei Olten, um die drei Punkte aus Subingen zu entführen: Es lief die 20. Minute auf dem Sportplatz Affolter, als er sich geschickt von seinem Bewacher löste, den Ball zu Josip Jukic prallen liess, der ihn mit einem Zuspiel durch die Gasse alleine Richtung Subingens Torhüter Pascal Schwaller schickte. Mit einem platzierten Flachschuss erzielte Halimi seinen 16. Treffer in der laufenden Saison. Es war das einzige Tor in dieser phasenweise hitzigen Partie.

«Subingen ist ein sehr guter Gegner mit einer der besten Defensiven der Liga. Ich habe nicht erwartet, dass wir wie vor einer Woche gegen den FC Iliria acht Tore schiessen», sagte Wangens Trainer Bozo Predojevic, dessen Taktik vor allem zu Beginn voll aufging: «Wir wollten in den ersten zwanzig Minuten hoch pressen und so das erste Tor herbeiführen. Das ist uns gelungen. Danach hatten wir wohl das Gefühl, es gehe jetzt alles easy. Am Ende gewannen wir nicht wegen unserer Technik, sondern mit Muskeln und etwas Glück.»

Subingen verzeichnete vor der Pause nur eine nennenswerte Offensivaktion; in der 39. Minute scheiterte Benjamin Brunner an Wangens Goalie Anton Pavic. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber das Spieldiktat aber immer mehr übernehmen. Zwischen der 60. und der 75. Minute hatten sie ihre beste Phase. Und auch sehr gute Möglichkeiten: Wiederum Brunner setzte seinen Schuss in der 63. Minute zu hoch an, zwei Minuten später traf der eben erst eingewechselte Leonardo Baschung aus kurzer Distanz den Pfosten und in der 67. Minute kullerte das Leder durch Wangens Fünfmeterraum, ohne dass ihn ein Subinger über die Linie drücken konnte.

Subingens Trainer Dominik Ellenberger haderte nach dem Spiel mit den verpassten Chancen: «Es ist sehr schade, dass wir nicht gepunktet haben. Wir hätten es verdient gehabt. In der zweiten Halbzeit spielten nur noch wir. Und wir hatten auch Chancen. Doch uns fehlt im Moment einer wie Wangens Halimi.» Die Schwachstelle des FC Subingen ist offensichtlich: In acht Spielen erzielten die Wasserämter nur zehn Tore. Sie haben zwar noch ein Spiel in der Hinterhand, drohen aber den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

Der FC Wangen bei Olten, der in der 85. Minute einen Penalty verschoss, verbesserte sich dank des vierten Siegs in Serie auf den zweiten Tabellenplatz. Zurück auf dem Leaderthron ist der FC Iliria, der sich nach zwei Niederlagen in Folge mit 3:1 beim FC Bellach durchsetzte. Oliver Andrijasevic (23.), Avdi Halimi (36.) und Hasan Gedici (65.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Vilson Dedaj. Bellach gelang in der 75. Minute durch Kevin Marthaler der Ehrentreffer. Der FC Lommiswil musste den Spitzenplatz kampflos räumen; der Sportplatz Weiher machte seinem Namen nach den Regenfällen der vergangenen Tage alle Ehre und das Spiel gegen den FC Härkingen musste verschoben werden.

Wer wird Herbstmeister in der 2. Liga? Der FC Iliria, der FC Wangen bei Olten oder doch der FC Lommiswil? «Es gibt ein Fotofinish», liess sich Wangens Trainer Bozo Predojevic nicht auf die Äste hinaus. «Wir sind in den restlichen beiden Spielen gegen Fulenbach und Biberist sicher der Favorit, aber das heisst in dieser ausgeglichenen Liga noch gar nichts.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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