Unihockey
Wiler will mit dem Cup-Sieg den Playoff-Frust dämpfen

Unihockey Wiler-Ersigen bestreitet am Samstag am Cupfinal in Bern (19 Uhr) gegen Grünenmatt seine letzte Partie. Für den entthronten Meister geht es darum, die Saison nach dem Aus in den Playoffs versöhnlich zu beschliessen.

Daniel Weissenbrunner
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Wilers Simon Flühmann (Nummer 9) will nicht auch noch an der letzten Hürde der Saison scheitern.

Wilers Simon Flühmann (Nummer 9) will nicht auch noch an der letzten Hürde der Saison scheitern.

Zeit zum Wundenlecken blieb der Mannschaft nach dem Schock am Sonntagabend nicht. Dennoch, das unerwartete Aus gegen Rychenberg Winterthur hinterliess Spuren. «Natürlich war es aufwühlend und die Enttäuschung riesig», schildert Simon Flühmann seinen Gemütszustand. «Richtig realisieren, was geschehen ist und alles verarbeiten, braucht Zeit.»

Bis dorthin versuchen er und seine Kollegen das Scheitern in der Meisterschaft so gut wie möglich zu verdrängen und die Konzentration auf den Cupfinal aufrechtzuerhalten.

Schwieriger Alltag

Entsprechend sah das Programm in dieser Woche aus. Die Mannschaft setzte sich nur noch kurz mit dem Rychenberg-Spiel auseinander und ging schnell zur Tagesordnung über. «Was nicht ganz einfach war», gesteht Simon Flühmann.

Thomas von Känel richtete in seiner Arbeit den Fokus bewusst nach vorne. «Alles andere hätte in dieser Situation nichts gebracht», ist der Interimstrainer überzeugt.
An der Chancenverwertung arbeiten

Mit einem Erfolg im Cupfinal kann Wiler-Ersigen eine aufwühlende Saison noch versöhnlich beschliessen. «Wir haben hart dafür gearbeitet und wollen uns belohnen», gibt sich Thomas von Känel kämpferisch. Obwohl sein Team als Favorit in die Begegnung steigt, steht den Wilern keine leichte Aufgabe bevor.

Aussenseiter Grünenmatt hat nichts zu verlieren und war in den jüngsten Partien stets ein unbequemer Gegner für den entthronten Champion.

Cup-Fluch ignoriert

Hinzu kommt die deprimierende Bilanz im Cup: Wiler-Ersigen hat in bisher acht Finalteilnahmen siebenmal verloren. Von einem Fluch will Thomas von Känel gleichwohl nichts wissen. «Das wird von aussen an uns herangetragen.» Der Bündner weiss indes sehr wohl, wo der Schlüssel zum Erfolg liegt. «Wir müssen unsere Chancenauswertung verbessern.»

Wiler erzielte in den letzten beiden Partien nur fünf Treffer. Möglichkeiten besass das Team, um mühelos fünf Spiele für sich zu entscheiden.
Sollberger wenig erfreut

Mehr Effizienz vor dem Tor wünscht sich heute auch Simon Flühmann. Für ihn ist die Begegnung ein spezielles Ereignis. Der 25-Jährige trifft in der Wankdorfhalle auf seine ehemaligen Teamkollegen. Flühmann wechselte auf diese Saison von Grünenmatt zu Wiler-Ersigen. «Da muss ich mir nichts vormachen, das wird emotional.» Der Aarwanger pflegt nach wie vor einen engen Kontakt zu einigen Spielern. Vor allem zu Manuel Sollberger.

Der Grünenmatter Captain wohnt im selben Haus wie Flühmann. Er war über das frühe Ausscheiden von Wiler in den Playoffs wenig erfreut. Sollberger erwartet vom achtfachen Meister im Final eine Trotzreaktion.

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