«Wir müssen Wiler wehtun, wehtun und nochmals wehtun», liess Jets-Trainer Daniel Meier im Vorfeld der Playoff-Serie gegen Wiler-Ersigen in der Lokalzeitung verlauten. Gestern Abend ging die viel interpretierbare Taktik prächtig auf: die Jets präsentierten sich aufsässig und parat, setzen unbeeindruckt ihren Körper ein, nahmen mehrere Strafen wegen überhartem Körpereinsatz in Kauf und kämpften vor allem leidenschaftlich.

Mit vier Treffern innerhalb von sieben Minuten (45.-52.) vom 3:2 zum 6:2 ebneten sie den Weg zum ersten Sieg und dem Ausgleich in der Best-of-7-Serie.

Reaktion blieb aus

Eine erste Wunde ist dem Serienmeister zugefügt.Matthias Hofbauer, der nach wie vor verletzt ist, meinte zwar, dass sie den leidenschaftlichen Jets-Kampf gestern gut angenommen und auch sie dem Gegner wehgetan hätten. «Wir haben viel investiert, jedoch wollte uns einfach nicht der dritte Treffer gelingen.» Youngster Deny Känzig brachte die Gäste mit dem zweiten Treffer erstmals und das einzige Mal in Führung (25.).

Die Schönbeck-Equipe schien für kurze Zeit gelöst. 54 Sekunden später glichen die Jets aber wieder aus und nach dem 3:2 durch Vapaniemi (45.) und dem 4:2 durch Sturzenegger (47.) blieb die erhoffte Reaktion aus. «Die ist uns nicht gelungen», analysierte auch Hofbauer. «Wir konnten keinen Druck mehr erzeugen.»

Wiler gefordert

Es fehlten auch Impulse von Schlüsselspielern. Topskorer Rosén blieb blass, Christoph Hofbauer und Tatu Väänänen sind krank und waren erst gar nicht angereist. Captain Matthias Hofbauer musste mit dem Platz als Betreuer hinter der Bande vorlieb nehmen.

Von Wiler-Ersigen ist heute im dritten Spiel (18 Uhr, Zuchwil) also bereits eine Reaktion gefordert. Eines ist klar: die Jets wollen der Schönbeck-Equipe weitere Wunden zufügen. Mit einer tollen Aufholjagd signalisierten sie bereits im ersten Spiel, dass sie für diese Viertelfinal-Serie bereit sind. Gestern lieferten sie eindrücklich den Beweis.