Unihockey
Wiler spürt den Atem von Winterthur nach erneuter Niederlage im Nacken

Rychenberg Winterthur verkürzt mit dem 6:5-Erfolg die Viertelfinalserie auf 2:3. Wiler-Trainer Heikki Luukkonen trauert den vergebenen Chancen nach.

Hans Peter Schläfli
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Imrpessionen vom Match
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Rychenberg jubelt, Wiler ist konsterniert.
Rychenbergs Goalie Pascal Meier wehrt vor Wilers Nicolas Berlinger ab
Wiler-Ersigens Captain Matthias Hofbauer scheitert an Rychenbergs Goalie Pascal Meier.
Rychenbergs Banjamin Borth jubelt über das 5:4 für die Gäste.

Imrpessionen vom Match

Hans Peter Schläfli

Es war kein schlechtes Spiel, das Wiler-Ersigen zeigte, aber es war auch nicht das Beste, was diese Mannschaft eigentlich könnte. Auf der anderen Seite steigerte sich Rychenberg Winterthur seit dem Start in die Playoff-Viertelfinalserie deutlich und hat nun den Zenit seiner Möglichkeiten erreicht. Was das bedeutet, war im Sportzentrum Zuchwil zu sehen: Ein absolut ausgeglichener Fight, bei dem diesmal das Pendel auf die Seite der Winterthurer ausschlug.

Von der ersten Sekunde an machte Rychenberg viel Druck und wurde dafür mit dem ersten Tor belohnt. Der Ausgleich gelang Wiler-Ersigen zwar postwendend, aber es ging hart zur Sache, und das behagte dem grossen Favoriten offensichtlich nicht. In den ersten Begegnungen hat sich bereits ein gewisses Aggressions-Potenzial aufgebaut, und so mussten in der 17. Minute nach einem Gerangel Matthias Hofbauer und Marc Huber auf die Strafbank, um ihre Gemüter abzukühlen.

Das Tor des Tages war die erneute Führung der Winterthurer zum 4:3: Mikael Lax spielte einen Steilpass über fast die ganze Hallenlänge auf seinen finnischen Landsmann Kinnunen, der den Ball subtil annahm und ins Tor weiterleitete. Eine Augenweide.

Anrennen am Schluss
Als Moritz Schaub für Rychenberg auch noch mit dem 3:5 nachdoppeln konnte, geriet Wiler-Ersigen definitiv ins Straucheln. In solchen Situationen treten jeweils die Hofbauers in Aktion, die wie so oft als Familienunternehmen den 4:5-Anschlusstreffer erzielten. Der Druck der Einheimischen war in dieser Phase gewaltig, aber ein weiterer Weitschuss bedeutete das 4:6 für die Gäste. Wieder war es Matthias Hofbauer, der mit einem unwiderstehlichen Solo auf 5:6 verkürzen konnte.

«Wir hatten auch einige Torchancen, mit denen wir den Match entscheiden sollten», analysierte Trainer Heikki Luukkonen die Niederlage, und damit meinte er zum Beispiel eine Szene, als Nicoals Berlinger alleine vor Goalie Pascal Meier das sicherscheinende 4:3 für Wiler vergab und Rychenbergs fast im Gegenzug die Führung gelang. «Unser Spiel war ganz in Ordnung, aber in dieser Phase der Saison ist ganz in Ordnung nicht gut genug», fasste es der Wiler-Trainer treffend zusammen. Wichtig sei nun eine gute Erhohlungsphase, damit sich Garnier, Hirschi und Goalie Streit vollständig von der Grippe kurieren können.
Bleibt Luukkonen bei Wiler?
Weiterhin offen ist die Frage, ob Luukkonen auch noch nächste Saison Trainer bei Wiler-Ersigen sein wird. Sein Landsmann Petteri Nykky hat gerade einen Vertrag bis 2017 mit der Nationalmannschaft unterschrieben, aber ob auch Luukkonen als Assistent ins Vertragspäckli gehört, ist nicht bekannt. «Wir werden uns nächste Woche darüber unterhalten», meinte Teammanager Marcel Siegenthaler, wobei klar ist, dass Wiler seinen Trainer nicht mit der Nati teilen will.