Unihockey
Wiler-Sportchef: «So opfert man das Unihockey dem Marketing-Altar»

Die NLA-Präsidentenkonferenz von Swiss Unihockey hat auf die Saison 2014/15 eine Modusewchsel für die höchste Liga beschlossen: Die Finalserie bei den Männern und Frauen wird durch ein einzelnes Finale ersetzt. Wiler-Ersigen hat dagegen gestimmt.

Daniel Weissenbrunner
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Feiern die Wiler künftig in den Meistertitel in der Klotener Kolping-Arena?

Feiern die Wiler künftig in den Meistertitel in der Klotener Kolping-Arena?

KEYSTONE

Das Schweizer Unihockey geht auf die Saison 2014/15 neue Wege: Der Meister wird künftig in einem einzelnen Finalspiel erkoren. Darauf einigten sich die NLA-Präsidenten an einer ausserordentlichen Konferenz.

Der Entscheid für einen Superfinal löste unterschiedliche Reaktionen aus. Wenig erfreut zeigt man sich bei den Berner Klubs, die allesamt dagegen stimmten. «Eine Meisterschaft ist eine Meisterschaft. Mit diesem Wechsel opfert man die Sportart dem Marketing-Altar», findet Marcel Siegenthaler, Sportchef beim SV Wiler-Ersigen, deutliche Worte.

Mit der Modusänderung hofft man bei Swiss Unihockey, den Zuschauerschwund in den Griff zu bekommen. Ähnliche Modelle in Schweden und Tschechien hätten gezeigt, dass die (mediale und öffentliche) Aufmerksamkeit mit dieser Massnahme wieder zunimmt.

Marcel Siegenthaler bezweifelt einen vergleichbaren Effekt in der Schweiz. «Wir hatten die WM im eigenen Land. Die Spiele wurden live übertragen, unsere Hallen sind deswegen nicht besser besucht.» Als erster Austragungsort für den sogenannten «Superfinal» im Frühling 2015 fasst Swiss Unihockey die Kolping Arena in Kloten ins Auge. Die Viertelfinals und Halbfinals der Männer werden wie bisher im Best-of-7-Modus ausgetragen.

Gegen Uster und Jets

Auf die Kloten-Bülach Jets trifft der SVWE auch am Sonntag zu Hause in Zuchwil (Sportzentrum, 17 Uhr). Am Samstag bestreitet das Team von Johan Schönbeck auswärts die Partie gegen Uster (20.30). Gegen den Achten bzw. Zehnten der Tabelle sind die Grün-Weissen in der Favoritenrolle. Marcel Siegenthaler warnt jedoch: «Für uns gibt es keine Pflichtspiele. Die Mannschaft befindet sich noch im Findungsprozess.»

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