Wie fühlten Sie sich, wenn Sie ab morgen Leo statt Theo, Esmeralda statt Petra oder Tristan anstatt Christian hiessen? Dem SV Wiler-Ersigen hat jüngst ein derartiger «Namechanger» gedroht. Die Gemeinden Wiler, Utzenstorf, Bätterkinden und Zielebach haben über eine Fusion zur Power-Kommune namens Landshut abgestimmt. 8500 Menschen wären bei einem «Ja» neu unter neuer Flagge vereint gewesen. Der Name Wiler – zumindest was das 822-Seelen-Dörfli in der flachen Schwimmlandebene der Emme betrifft – in dem Fall Geschichte.

Der SV Wiler-Ersigen, 1984 als SV Wiler gegründet und 1989 mit dem UHC Ersigen fusioniert, wäre von einer gröberen Herausforderung gestanden, als es die Playoffs derzeit je sein können. Als «Wiler» weiter im Land «rumzuunihockeylen» wäre beim Geraten des Siedlungsbundes kaum noch drin gelegen. SV Landshut-Ersigen hätte dann die nächstliegende Titulierung der Floorball-Grossmacht gelautet. Freilich wären in dem Fall reichlich Umbauarbeiten punkto Beschriftung von Tenüs, Taschen, Werbematerialen und, und, und… auf den neunfachen Schweizermeister zugekommen.

Allein was den «Tenü-Drill» betrifft für Wiler ein Leichtes. Mit den Hofbauer-Brüdern Matthias und Christoph stehen da zwei legendäre Akteure im Kader, die ihre eigene Kollektion unter dem Trendpotenzial bergenden Label «hofbauer» entwerfen, kreieren, schöpfen und vertreiben. Designelemente, Beschriftungen und Logos je nach Kundenwünschen «all inclusiv». Die Kollektion umfasst von Kopf bis Fuss alles, was das Unihockey-Herz begehrt.

In dem Sinn gehören die zwei Mittelland-Lagerfelds tendenziell eher zu jenen, die enttäuscht sind über das Nein der sonntäglichen Abstimmung. Nun, wer weiss, zum Trost können Coco und Valentino Hofbauer vielleicht ja schon bald mit einem Prêt-à-porter aus Anlass des Jubiläums-Meistertitels glänzen.